AIDA - Wir kommen wieder



Zum aller ersten Mal auf der AIDA durch das Mittelmeer. Mamaris das Nizza der Türkei, Santorin ein Traum von weißen Häuschen, den Weg dorthin muss man sich aber erst verdienen, 4500 Jahre alte Pyramiden, das wohl älteste Weltwunder, eine Fahrradtour durch Griechenland und die Türkei zu gleich und der schöne Strand auf Kreta. All das erwartet uns auf unserer ersten Kreuzfahrt mit AIDAdiva.


Lange Zeit hatte ich schon davon geträumt, mal auf dem Schiff mit dem Lächeln, Urlaub zu machen. Doch erst mal musste ich meinen Freund davon überzeugen. Nach langem hin und her, hatten wir uns dann geeinigt die AIDA zu buchen und im östlichen Mittelmeer rumzuschippern. Wir buchten unsere Flüge selbst, weil es günstiger war als pauschal. Nach langer Vorfreude auf den Urlaub war es am 25.6.2010 endlich so weit. Nach ungefähr drei Stunden Flugzeit waren wir angekommen in Antalya in der Türkei. Draußen wartete die AIDA Reiseleitung und begrüßte die Urlauber, die den Transfer mitgebucht hatten. Wir haben uns den Pauschalreisenden angeschlossen und für 15€ pro Person durften wir die 45 Minuten zum Hafen mitfahren. Von weiter Ferne konnte man die AIDA schon sehen...und dann WOW was ein rießen Teil. Jetzt geht's los zum Check-In, alles ganz easy und ratz fatz sind wir auf dem Schiff. Haben erst mal die Lage gecheckt und haben uns das Schiff angesehen. Um 15 Uhr kam die Durchsage, dass die Kabinen jetzt beziehbar sind. Das war voll in Ordnung da wir vorher am Pool lagen und schon den einen oder anderen Drink zu uns genommen hatten. Achso Mittagessen durfte man auch schon. Da realisiert man aber noch gar nicht, wo man überall essen kann und wieviele Essensstationen es überall gibt. In der Kabine angekommen erst mal alles ausgepackt. Die Kabine ist echt cool. Klein aber fein. Man hat sehr viele Möglichkeiten alles zu verstauen. Der Safe im Kleiderschrank ist auch super leicht zu bedienen. Gegen Abend fing es leider an zu Regnen, aber das ignorier ich einfach mal, sonst wirft das ein zu schlechtes Licht in unseren 1. AIDA Urlaub. Dadurch hatten wir auch mal die Zeit nicht ständig am Pool zu chillen, sondern das Schiff zu erkunden. Die Orientierung ist gar nicht so einfach, selbst am letzten Urlaubstag hab ich mich noch verlaufen. Gegen Abend haben wir uns dann fertig gemacht. Die Dusche ist so sauber als wär sie frisch montiert gewesen, kein Schimmel oder Kalk oder irgendwas. Man hatte echt gar keinen Ekel und hat sich gefühlt wie zu Hause. Der TV ist auch super, man kann sich über alles, was man möchte, informieren. Ob normales Fernsehprogramm, Kontostände, emails...wahnsinn! Vor dem Abendessen haben wir die DivaBar ausprobiert, die Cocktails waren super. Und man bekommt sogar Nicnac's, also diese Nüsse aus dem Kino hingestellt, hmmmm... Das anschließende Abendessen war super. Alle 3-4 Restaurants sind super schön und super lecker. Wer da nix findet, der findet wahrscheinlich nirgendwo was. Dann gings zur Animation. Die war immer wahnsinnig professionell. Von Komödien über Mann und Frau, über eine Sängerin, die es mega drauf hatte und echt unterhaltsam war, bis hin zum Varieté und der legendären ABBA-Show. Also da ist für jeden was dabei. Die einzigen Dinge, die mich störten waren die viel zu hoch eingestellte Klimaanlage im Theatrium (ich habe jeden Abend gefroren) und die mega schlagerlastige Musik. Drei Schlager Abende hintereinander waren mir das doch etwas zu viel. Das könnte man noch verbessern und mehr aktuelle Musik mit einbinden, vor allem in der Anytime Disco. Am ersten Abend war die Poolparty im vollem Gange und alle waren gut drauf und haben getanzt. Das Schiff lief aus, ein tolles drumherum mit Lasershow und toller Musik.

Mein Eindruck vom ersten Tag: DAS IST URLAUB!

Am nächsten Tag legten wir in Mamaris, einem wunderschönen Hafen, an. Sind morgens von Bord gegangen und am Hafen lange spazieren gegangen. Wir fanden überall schöne Cafés, Bars und Restaurants. Irgendwann kommt man auch an eine Einkaufspassage vorbei. Also Mamaris als Nizza der Türkei zu bezeichnen, das passt. 

Unser nächster Hafen hieß Santorini. Man liegt dorf auf Reede, also auf dem Meer und wird auf Tenderbooten an Land gefahren. Um zur Stadt von Santorini zu gelangen muss man entweder mit der Gondel hinauffahren oder eine Serpentienenartige Treppe mit sehr viel felligem Gegenverkehr laufen. Die Schlange für die Gondel war viel zu lang, also entschlossen wir uns die Treppen zu laufen. Santorini liegt ganz oben auf der Spitze der Insel und sieht vom Weiten aus, als sei die Insel mit Schnee bedeckt. Der "Schnee" sind aber die wunderschönen kleinen weißen Häuschen, für die Santorini so bekannt ist. Beim Laufen der Treppen empfehle ich unbedingt Turnschuhe! Wenn ihr die Treppen hinaufsteigt, passt aber auf die Esel, besonders auf, denn die laufen Tag ein Tag aus diese Teppen mit hunderten Touristen rauf und runter und manchmal ist das nicht ohne, wenn die einem ohne Guide entgegenkommen.  Nach ungefähr 35 Minuten sind wir oben angekommen. Die ganze Anstrengung wurde direkt belohnt. Die Aussicht war der absolute Hammer! Beim Erobern der Insel entdeckten wir einen Quadverleih an der Straße. Ein 50er Quad kostet hier 20€ am Tag. Wir sind als erstes nach OIA gefahren. Dort wollten wir dann auch tanken, da die Benzinnadel ungefähr bei der Hälfte stand. Der Quadverleih sagte uns, dass es dort eine Tankstelle geben würde. Als wir unterwegs waren, stellten wir fest, dass die Tanknadel immer mehr in den roten Bereich sank und wir befürchteten, es nicht rechtzeitig nach Oia zu schaffen. Um auf Nummer sicher zu gehen, ließen wir das Quad bergrunter einfach rollen und erreichten endlich Oia. Wir fanden die Tankstelle auf Anhieb, dummerweise war aber heute Sonntag und die Tanke war geschlossen. So ein Mist, was machen wir jetzt. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns erst mal Oia anzusehen und dann auf die Suche nach einer Tankstelle zu machen. Wenn wir jetzt zurück fahren und stehen bleiben, verbringen wir unsere Zeit nur mit dem Quad ohne das zuckersüße Städtchen gesehen zu haben. Also haben wir erst einmal geparkt und verliebten uns in diese wunderschöne Insel mit wahnsinnig viel Charme und den ganz vielen kleinen weißen Häuschen mit ihren blauen Dächern. Jetzt geht es mit unserem leeren Quad wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Tanknadel bewegte sich gar nicht mehr. Ich hab uns schon am Straßenrand stehen sehen, wie wir verzweifelt per Anhalter zurück wollen und dann mit einem Kanister wie in der Aralwerbung I'm Walking die Straße entlang laufen. Am besten verpassen wir dadurch noch unser Schiff und kommen hier gar nicht mehr weg. Ach du Scheiße, das wäre ja das aller Schlimmste. Wir hatten Glück, wir haben es bis zum Quadverleih geschafft und auch zur nächsten Tankstelle. Ich weiß nicht wie, aber ich nehme an, dass der letzte Tropfen Benzin wahrscheinlich gerade am runtertropfen war. Wir kommen schweißgebadet aber unversehrt wieder an unserer AIDAdiva an.

Am nächsten Tag ging's nach Kreta. AIDA news genommen (hängt jeden Abend als Post vor der Tür der Kabine) und sich für einen tollen Strand entschieden. Von Bord gegangen und in ein Taxi, schon war man da. Super Strand, super Wetter, Erholung pur. Irgendwann bemerkten wir, oh lauter gelb-weiße Handtücher, alles Deutsche-AIDA Urlauber :-)

Der nächste Tag: SEETAG entspannen pur, Animation genießen, Cocktailbowle und special Drinkangebote mitnehmen und bei der Fußballolympiade gewinnen.

Dann ging's zu unserem vorab gebuchten Ausflug nach Ägypten, Kairo, Pyramiden und Jeeps. Ich muss ja echt sagen, dass AIDA das super organisiert habt. Es sind 1600 Passagiere von Bord gegangen und in die verschiedenen Busse verfrachtet worden. Mit 40 Bussen im Konvoi sind wir inklusive Polizeischutz drei Stunden nach Kairo gefahren. Kairo ist sau ekelkaft. Überall Dreck und Müll und die Armut ist wirklich schrecklich. Die Pyramiden liegen direkt in unmittelbarer Nähe der Stadt. Leider konnte man sie nicht wirklich ausreichend bewundern, da ständig Typen ankamen, die dir irgendwas andrehen wollten, total nervig. Das absolut Schönste an dem Ausflug war die Jeepsafari und das Kamelreiten. Generell ist es schon schön gewesen die Pyramiden zu sehen, aber noch mal würde ich mir das vollgepackte Programm im Urlaub nicht mehr antun, es war wirklich sehr anstrengend.

Am letzen Tag waren wir auf Zypern und sind mit dem Fahrrad über die Insel gefahren. Das war sehr schön und ein super sportlicher Abschluss zur Reise. Bisschen komisch war der Linksverkehr, den man auch mit dem Fahrrad beachten sollte.

Leider stand jetzt schon unser Abreisetag bevor. Unser Flieger ging erst spät abends, sodass wir uns einen Verlängerungstag für 23€ gebucht haben. Somit hatten wir einen ganzen Tag an Deck gewonnen. Es war noch mal richtig heiß und dadurch dass alle nach einander abgereist sind, wurde das Schiff immer leerer und man konnte die "Neulinge" beobachten, wie wir vor einer Woche, planlos rumirrten.

Ich kann nur sagen, alle Skepsis meines Freundes sind Vergangenheit und wir wollen unbedingt wieder an Bord, diesmal aber in die Karibik. :-) mal sehen, ob das klappt.

ICH BIN DABEI!