AIDA ist nur 1x im Jahr



AIDA - ist nur 1x im Jahr "10 Stunden Flug, Karibik, auf der anderen Seite der Erde...das ist nix für mich." Das waren die Worte meine Mum vor einem Jahr.


7.3.14 Abfahrt des ICE in LM Süd in Richtung München. 5 Stunden Zugfahrt liegen vor uns, jede Menge Zeit um sich in Gedanken auf weiße Strände, Temperaturen über 30°C und blauen Himmel, einzustimmen. Eigentlich konnten wir es gar nicht fassen, dass es jetzt endlich losging. Aber es musste so sein, der apfelgrüne und der pinke Koffer waren 5 weitere Sitzreihen hinter uns verstaut. S-Bahnstation München Besucherparkplatz Tine kuck mal unser Hotel ist da üben, wie kommen wir denn da über die Autobahn, hmmm weis ich auch net... Hier geht‘s hoch, aber wie kommen wir ohne Rolltreppe mit dem apfelgrünen und pinken Koffer da runter? Da sind noch 2 mit Fragezeichen in den Augen, denn der Aufzug ist außer Betrieb. Die 2 heißen Carina und Mona und beim Runterschleppen stellt sich heraus, die beiden wollen auch auf die AIDA in die Karibik und by the way ins Hotel auf der anderen Seite der Autobahn.

 

8.3 kaum geschlafen, viel zu aufgeregt, geht‘s diesmal bequem mit dem Shuttlebus zum Flughafen. Erst mal gestärkt mit frisch gepresstem O-Saft und einem super leckeren Bagel geht‘s zum Check in. Mega gechillt ist es hier im Vergleich zum Frankfurter Flughafen. Noch durch die Sicherheitskontrolle und ab zum Gate. Schon hier, haben wir super nette AIDA Urlauber kennengelernt. 2 ältere Pärchen, unsere Mädels vom Hotel und noch ein Mädel aus Berlin, was wir schon aus dem Forum wasserurlaub.info kennengelernt hatten. Ab in den Flieger und zur Einstimmung, ich konnte es mir net verkneifen, das SAIL AWAY vom Handy abzuspielen, als wir auf dem Rollfeld waren. Die Blicke dazu sind einfach zum Schreien und das Lächeln der Leute danach unbezahlbar.



10 Stunden später, Mum lebt noch, sie hat den „Mörderflug“ geschafft. Gleich ist der große Moment, wenn wir um die Ecke fahren und unser „Zu Hause“, für die nächsten 2 Wochen zwischen den Bäumen, hervorblitzt.

 

Da steht es, der Koloss mit den 4 wunderschönen Buchstaben in blau, rot, gelb und grün. Ich bin total aufgeregt, denn AIDA ist für mich nicht nur ein Urlaubsziel, sondern mein wirklich 2. zu Hause, warum dazu später mehr. Check in zum Schiff ging ratz fatz, Eistee wie immer lecker, auf geht‘s an Bord von AIDAbella. Kaum hab ich die ersten Schritte auf den Schiffsboden gemacht, kam mir auch schon das erste bekannte Gesicht entgegen. Schtief aus dem Clubteam stand am Infocounter. Ein kurzer Smalltalk aber dann auf zum Pizza Mare, wir haben Hunger. Ja es ist diesmal kein California Grill, aber die Pizza ist trotzdem sehr lecker. Wo ist eigentlich unsere Kabine? Ach ja Deck 5 diesmal nicht Harz 4 Deck (nix gegen Deck 4, bin sehr gerne da, aber der Namen ist einfach der running Gag unseres letzten Urlaubs gewesen). Wir sind gaaaaaanz vorne, ist jetzt net die bomben Kabine, aber ich bin in Sachen Kabine auch schon anderes gewohnt (unter Wasser). Im Gang treffen wir wieder auf die beiden Mädels Carina und Mona vom Münchner Hotel. Wir beschließen erst mal an die Poolbar zu gehen und was zu trinken. Der erste Cocktail muss sein, allerdings ist Mona sehr ruhig und auch der Cocktail änderte nix daran. Lag wahrscheinlich daran, dass es ihre Jungfernfahrt war auf AIDA und sie so mega überwältigt war. Nach einem sehr unterhaltsamen Nachmittag und guter Laune ging es zurück auf Kabine, chic machen fürs Abendessen und für die Welcome Party.

 

Kaum war die Party im Gange klopft es auf meine Schulter: Darf ich vorstellen Herr Clubteamleiter Nico. Ach war das schön ihn wiederzutreffen. Wir haben uns ausgetauscht wie es ihm geht, was bei mir los ist und da stand schon die nächste Überraschung an: Anna aus dem Clubteam, sie hatte ich letztes Jahr auf der Blu kennengelernt, Mensch was hab ich mich gefreut. Wir haben an dem Abend bis um 1Uhr durchgehalten, trotz Jetleg und durchgemachter Nacht. Aber Schlafen wird ja hier eh überbewertet.

 

Am nächsten Tag um 5 Uhr waren wir quietschfidel und haben erst mal ausgiebig gefrühstückt. Draußen hat die Sonne schon unsere Haut gekitzelt, also sind wir aufs Pooldeck und konnten uns einen tollen Platz unter der Karibiksonne aussuchen. Der erste Seetag stand an und ich muss ja sagen ich liebe Seetage. Den ganzen Tag in der Sonne, leckere Cocktails trinken, dem Clubteam beim Poolradio zuhören, sich mit anderen Gästen unterhalten, in den Pool springen, zwischendurch immer mal wieder was leckeres Essen, Mittagessen, Kaffe und Kuchen, Zwischensnack, Abendessen.... manchmal auch ne Sporteinheit und abends dann schön machen zur Beachparty. Das nenn ich einen perfekten Tag. Die Anytime war wieder wundervoll geschmückt mit Palmen, Muscheln, weißen Vorhängen und allem was zu einer tollen Beachparty dazugehört. Ein toller Abend, ganz nach unserem Geschmack.


Am nächsten Tag sind wir in Ocho Rios auf Jamaika gestrandet. Wir hatten einen Ausflug mit Willidoo gebucht. Unser Bus war eigentlich voll, doch dann kam etwas was ich vorher noch nie gesehen hatte und in Deutschland wahrscheinlich auch gar nicht zugelassen wäre. Trotz vollem Buses hatte jeder einen Sitzplatz, denn man konnte in der Mitte der Sitzreihen sogenannte Notsitze (in unserem Fall VIP Sitze) aufklappen und dort Platz zu nehmen war allein schon ein Hightlight. Wir hatten echt unseren Spaß dabei.

 

Dann sollte es losgehen. Willidoo war ein alter Jamaikaner, der aber richtig gut Deutsch sprechen bzw. singen konnte. Er hat uns auf dem Weg über die Insel über die Einwohner informiert und immer den ein oder anderen Scherz gemacht. Erst sind wir durch die ärmeren Gegenden gefahren, dann zum Columbus Park. Dort machten wir Rast in einer Bar am Meer. Ich hatte mittlerweile Hunger, aber der Grill sah jetzt net so einladend aus, es war eigentlich nur etwas Holz mehr nicht. Allerdings als das Hähnchen drauf war, hat es so gut gerochen, dass ich nicht widerstehen konnte und es riskiert habe, so ein Hinkel zu bestellen. Es hat sich so was von ausgezahlt, ich hab es super vertragen und es hat richtig köstlich geschmeckt, hmmmmm. Das Highlight des Tages waren die Dunn River Falls. Das sind Wasserfälle zum Hochklettern. Das ganze hatte meinen heiden Respekt, denn es sah alles andere als einfach aus. Egal wir müssen da hoch. Es hat riesig Spaß gemacht und am Ende ist man echt stolz drauf, es gepackt zu haben. Ich empfehle dazu jedem sich ein paar Schuhe vor Ort zu kaufen, die sind total bequem und es gibt sie in super schönen Farben. Ich hätte mir welche kaufen sollen, denn hier in Deutschland gibt es nur hässliche Treter. Ich hoffe allerdings der Trend schwappt bald hier rüber. Nachdem wir die Wasserfälle hochgeklettert sind, hatten wir noch genügend Zeit runter an den Strand zu gehen. Aus dem Internet hatten wir nicht viel erwartet, bis wir da waren. Wir sahen weißen Sand und türkisfarbenes Wasser in Badewannentemperatur. Ich versteh gar nicht, was die Leute im Internet dagegen hatten, es war herrlich. Meine Mum hab ich da unten auch wiedergefunden, sie hatte den Strand vorgezogen.

 

Vor dem Rückweg hat unser jamaikanischer Freund Willidoo einen Rumpunsch selbst gemixt. Zuerst war ich etwas skeptisch, aber der Mix aus Rum und vielen anderem Rumsorten hatte es echt in sich. Auf der Rückfahrt zum Schiff hat uns Willidoo mit deutschem Schlager (vom hässlichen Entlein zum Schwan) zum Kreischen gebracht, es war soooo lustig, alle haben mitgemacht und somit kam es sehr gelegen, dass an Bord das Offiziershaken anstand. Mit unserer Willidoogruppe hatten wir einen heiden Spaß den ganzen Abend lang und auch die Glamour Night war richtig richtig schön. Danach stand wieder ein Seetag an. Yeah voll mein Ding, Pooldeck mit allem drum und dran. Das wunderbare Clubteam hat „let‘s schätz“ gespielt, da geht es darum die Clubteamjungs und Mädels nach Alter, Größe, Schuhgröße einzuschätzen. Herrlich wie unser der ein oder andere verschätzt wurde. Abends stand das Volleyballturnier auf dem Programm. Auch für Nichtvolleyballfans, war es ein Ereignis. Auch die AIDAcrew hat ein Team gestellt und war der insgeheime Favourit. Die Stimmung an Bord war richtig gut auf Grund der anspruchsvollen und spannenden Spiele.


Am nächsten Tag stand unser Ausflug mit AIDA an. Wir erreichten den Hafen von Cozumel sehr früh und unser Ausflug von 12 Stunden hörte sich auch erst nach einem Mammutprogramm an. Wir ließen uns überraschen. Die Horrorinfos aus dem Forum, dass die Fähre aufs Festland mega klimatisiert ist und es super am Schaukeln ist, können wir null bestätigen. Wir saßen draußen, der Wind war angenehm und das Schaukeln unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Unsere Reiseleitung haben wir gefunden und sind nach Tulum gefahren. Die Busse waren mega modern, aber die Klimaanlage überhaupt kein Problem. In Tulum war es sehr heiß aber auch sehr schön. Eine sehr interessante Maya Stätte, in einer tollen Bucht, wirklich sehenswert. Dann kam mein absoluter Moment der Reise. Wir fuhren zum Freizeitpark Xel Ha. Kein Park wie man ihn kennt mit Wasserrutschen, nein alles natürlich angelegt, wunderschön idyllisch, türkisblaues Wasser, Fische zum Schnorcheln. Ich kann nur jedem empfehlen, diesen Ausflug zu buchen. Kein Stress, ganz viel Zeit zum Relaxen, ein toller Park, all inklusive, Essen spitze, Getränke mit und ohne Alkohol so viel man möchte. Ein grandioser Tag. Man kann mit Delphinen schwimmen, in der Hängematten verweilen, im Urwald spazieren gehen, dabei interessante Tiere treffen, in eine Lagune schwimmen und ein Fotoshooting der besonderen Art machen, Tukane und Papageien bestaunen, den Fluss entlanglaufen bis zum Fuße des Flusses, um dann auf einen Reifen umzusteigen, der dich den Fluss abwärts bringt, entlang toller Natur (teiweise wie den Everglades nur ohne Alligatoren) Gott sei dank :-). Am Ufer konnte man jederzeit anhalten und von Klippen springen, sich vom einen Ufer zum anderen Ufer mit einem Seilzug hangeln. Ein Mix aus Spaß und Abenteuer. Ich muss da in meinem Leben auf jeden Fall ein 2. Mal hin. Die Bilder des Shootings kosten 79 Dollar, 50 Stück sind es, daher fand ich den Preis ok für wunderbare Erinnerungen an einen abenteuerlichen Tag. Abend hieß es Licht aus und Vollmond an. Es war Vollmond-Party, das Motto kannten wir gar nicht, aber es war super. Irgendwann stand ein Skelett hinter meiner Mum, die sich davon tierisch erschreckte. DJ Tom hat richtig gut eingeheizt und man hat an dem Abend wieder richtig viele liebevolle Menschen kennengelernt. Ein Dauerbrenner war unteranderem nicht nur ATEMLOS, sondern ein Hit, zu dem immer mehr Urlauber als Flashmob tanzten. Der Song dazu heißt Sununga und ist mein absoluter Sommerhit! Zombis und Werwölfe waren auch zu Gast und verbrachten einen schönen Abend mit uns. Für den nächsten Tag machen wir fest in Belize. Dadurch, dass wir ganz vorne auf Deck 5 wohnten, bekamen wir ziemlich früh mit, als der Anker geworfen wurde. Aber alles halb so wild. War sowieso Zeit um aufzustehen. Wir gingen den Tag sehr gechillt an und sind nach dem ganzen Schwung an Gästen erst nach dem leckeren Mittagessen an Land getendert. Auf dem Weg haben wir ein super nettes Pärchen kennengelernt und sind auf Grund der aufdringlichen Tourenanbieter einfach am Pier geblieben und haben den Trubel genossen. Nach ein wenig Schlendern auf der Pier sind wir schließlich in einer Bar gelandet voller Amis. Hier ging die Post ab. Ein kleiner quirliger Kerl machte ordentlich Stimmung und zog uns in seinen Bann, bis wir schließlich von ihm zum Limbo animiert wurden und er uns dann zu anderen deutschen Gästen gebracht hatte. Der kleine Mann hatte die Energie einer Duracell Batterie, wahnsinnig lustig. Wir haben uns das Treiben der Amis angesehen und sind dann irgendwann einfach zurück zum Schiff.


Ich bin mir nicht mehr sicher welche Party abends anstand, aber ich glaube die 90er Party. Ach was war das schön. Der DJ hat seinen Job so genial verstanden. Es liefen nicht die 0815 Songs die keiner mehr hören kann, sondern echte Klassiker, das war definitiv einer meiner besten Abende. Danke an die Mädels und Jungs, mit denen ich so Spaß hatte.

 

Grand Cayman, hört sich schon nach typisch Karibik an, wir führen für 5 Dollar mit dem Taxi an den Seven Miles Beach. Sehr viele bekannte Gesichter und überall weis-gelbe Handtücher am Strand, herrliches Wasser, free WIFI um zu hören, was zu Hause abgeht und jede Menge Sonne.

 

Am nächsten Morgen waren wir wieder auf der Bob Marley Insel Jamaika diesmal in Montago Bay. Und Jamaika heißt für uns WILLIDOO Time. Nach dem 1. Ausflug hatten wir glücklicherweise auch den 2. Ausflug von zu Hause aus gebucht. Wir freuten uns mega drauf. Und unsere Erwartungen wurden wieder mehr als erfüllt. Der Bus mit unserem Entertainer Willidoo brachte uns zunächst nach Negril an den Strand. Das war ein richtiger Karibikstrand, wie an ihn aus dem Internet kennt. Im Meer war ein Trampolin und eine Rutsche für die Aktionhungrigen. Es war unglaublich heiß an dem Tag. Weil wir nicht die ganze Zeit in der Sonne bleiben konnten, machten wir einen schönen Spaziergang im weißen Sand. Nach einer Stärkung an der Magaritaville Bar, ging es weiter zum Rick‘s Cafe. Eines der schönsten Cafés der Welt. Bekannt auf Grund der traumhaften Lage und den weltberühmten Klippenspringer, die unter tobenden Applaus und der Höhe des Trinkgeldes sich die größten Klippen herunterstürzten. Danach gab es wieder den heißbegehrten Rumpunsch á la Willidoo. Wir wussten ja diesmal was er in sich hatte und dementsprechend gigantisch war diesmal die Stimmung im Bus. So was hab ich echt selten erlebt. Dagegen ist der Ballermann ne Spaßbremse, Willi sang mit uns die ganze Fahrt einen Hit nach dem anderen und jeder war mit am Start. Ich sag nur: wir kommen wieder nach Montego Bay.....

 

So aber jetzt noch mal was anderes. Ich weis nicht, ob ihr das schon kennt, AIDA aktiv Bingo. Für mich ist es was ganz besonderes... Irgendwann während dieser Reise ist mir relativ am Anfang was passiert, was ich nie vergessen werde. Beim Mittagessen und Durchschlendern der Restaurants, wurde ich angehalten von 2 Frauen, die mich um Verzeihung baten. Sie meinten ganz zurückhaltend, ob ich die Tine sei. Ich war total verdutzt und fragte mich, woher kennen die denn meinen Namen. Dann sagten sie „die Tine von der Sol“ die immer das Bingo moderierte. Tja und da war es dann raus. Denn wer Bingo moderiert hat, der war Mitglied der AIDA Familie. Ich war so positiv überrascht, dass die sich noch an mich erinnerten, das Gefühl kann ich kaum erklären. Und das war noch nicht alles, nach diesem Mittag ist es mir noch mehrmals passiert, dass ich drauf angesprochen wurde. Und ja deswegen ist für mich AIDA was ganz Besonderes. Ich hab mir vor ca. 1,5 Jahren den Traum erfüllt und habe 5 Monate auf AIDAsol im Clubteam gearbeitet, deswegen kannte ich auch Nico den Clubteamleiter, denn er war damals mein erster Chef und Schtief und Basti den Bordmoderator, die beiden kannte ich damals aus dem Assessment Center, dem Auswahlverfahren von AIDA. Ich fand es toll so viele Menschen aus dieser wunderbaren Zeit wiederzutreffen. Denn diese Zeit, diese Erfahrung werde ich niemals vergessen im Leben.


Aber zurück zum Bingo, ich konnte es nicht lassen, da ich es ja selbst früher so gerne moderiert habe, bin ich zu jedem Bingo hingegangen und habe fleißig mitgefiebert und zugehört, das Schtief und Ben für Sprüche auf Lager hatten. Es hat mir super gut gefallen und es hat mir in den Händen gekribbelt, dass könnt ihr mir glauben.

 

Der nächste Tag war wieder in der Dom Rep in Santa Domingo. Mum und ich beschlossen wieder ganz entspannt von Bord zu gehen und uns die Stadt anzusehen. Es war schon etwas unheimlich mit der ganzen Polizei überall, aber irgendwie fühlten wir uns auch sicher dabei. Vor allem die supersüßen Schülerinnen und Schüler der Stadt in ihren Schuluniformen waren so gut gelaunt, da hat man richtig gemerkt, dass die Spaß in der Schule haben. In der Stadt haben wir uns spontan eine Kutsche gemietet. Der Kutscher hat uns auf Spanisch zugetextet, haben zwar kaum was verstanden, aber der Spaß dabei war die Hauptsache. Auf der 70er Party ging es diesmal auch gut ab. Ich hatte mittlerweile das Gefühl das halbe Schiff zu kennen, herrlich, wenn man bedenkt, dass man sich vor ner Woche gar nicht kannte, aber man entdeckt Inseln zusammen, feiert gemeinsam, das schweißt zusammen und man bekommt das Gefühl die Menschen schon lange zu kennen. Das ist AIDA wie ich es kenne.

 

Das nächste Einlaufen war in Tortola, wir standen unten am Ausgang mit bei den Ersten. Einige, die einen Ausflug gebucht hatten, erzählten uns, dass es auch ins Auge gehen könnte auf eigene Faust auf Virgin Island zu kommen. Doch davon ließen wir uns nicht abhalten, wir wollten auf THE BARTH, auch wenn wir noch keinen Plan hatten wie. Im Tender haben wir durch Gespräche erfahren dass es noch mehrere gab mit der gleichen Absicht. Ich hab einfach zu denen gesagt, kommt mit, wir finden schon was. Draußen immer noch sehr planlos sind wir dann auch Egbert gestoßen. Ein Einheimischer und Egbert stand auf seiner Kappe, er wollte 50 Dollar haben für ne Tour mit den Schnellboot und dem Taxibus nach THE BARTH. Naja hört sich doch ganz gut an. Also alle die mitwollten, kamen mit. Als er uns zum Boot brachte, dachten wir erst, ob mein Gott, da sollen wir alle drauf? Dann kamen noch 4 vom Schiff und glaubt uns, was net passt wird passend gemacht. So konnte die Reisegruppe „auf eigene Faust“ losfahren. Es ging richtig ab, das Boot hatte echt Speed drauf und wir hatten fast alle Spaß dabei. Angekommen auf der Virgin Island gings mit dem Taxi zum sogenannten Strand, da der Fahrer leider keine Musik dabei hatte, hab ich unseren Clubtanz El Tiburon auf dem Iphone angemacht und wir hatten Spaß. Dort angekommen, hatten wir es fast geschafft. Denkste, die Touris von Mein Schiff waren schon vor uns da und sagten uns, dass wir so ca. 20 min zum Strand laufen müssten und uns den anderen Weg empfehlen würden, denn dieser gehe durchs Wasser und über Stock und Stein. Ok da wir nicht alle mehr 20 waren gingen wir erst mal den gemütlicheren Weg zum Strand und diese 20 min haben sich gelohnt. Noch durch 2 Felsen durchquetschen und da war er, der Strand der Strände THE BARTH- Ein Traum. Es ist ein Muss sich diesen Strand anzusehen. Von unserem Weg über Stock und Stein waren wir echt durstig und unsere Vorräte waren schon aufgebraucht bei der Hitze. Also entschlossen die Mädels und ich, den Weg durchs Wasser und die Felsen auf uns zu nehmen um zu sehen, was es da noch zu sehen gibt und in der Hoffnung was zu trinken zu finden. Auf dem wirklich abenteuerlichen Weg durchs Wasser über Treppen und durch Felsen durch, haben wir ein Paar aus unserer Reisegruppe getroffen, die uns Geld geliehen hatten für Getränke, die kamen nämlich gerade von der anderen Seite. Tja AIDAs halten halt zusammen. Endlich angekommen, gönnten wir uns ne Cola und ich habe Mum natürlich eine auf dem Rückweg mitgebracht. Ach hier will ich bleiben, wir sind alle ins Wasser, auch meine Mum, obwohl sie nie ins Wasser geht. Nach einiger Zeit und viel Spaß kam ein AIDA Ausflug vorbei und mit im Schlepptau die Kamerafrau. Es hat nicht lange gedauert, da hatte sie uns vor der Linse. Naja und so kamen wir auf die letzte Sequenz unseres tollen Reisefilms.


Nach ein paar traumhaften Stunden am wunderschönen Sandstrand ging es den weiten Weg Richtung Straße zurück und wir nahmen noch einen Drink an der Bar, von der wir einen wahnsinns Ausblick aufs Meer hatten. Mit dem Partytaxi zurück zum Schnellboot, hatte unser Kapitän einen Rumpunsch für uns dabei. Haha den kannten wir ja schon und ab da wusste ich, dass dieser grandiose Tag noch lange net vorbei ist. Selbst die Dame, die am Anfang noch Angst vom Schnellboot hatte, nahm der Rum die Angst und brachte ihr Spaß. Als wir losfahren wollten kam ein riesiger Wolkenbruch über uns und wir wurden pitsch nass. Schöner hätte es aber nicht kommen können, denn durch den Regen, gab es kunterbunte Regenbögen, genauso wie ein toller Sonnenuntergang der sich im Wasser spiegelte. Durch die Eindrücke des Tages wurden wir auf einmal kreativ und stimmten uns auf ein Lied ein, was der ein oder andere bestimmt aus Malle kennt. Wir machten ein Reloaded draus und das ganze Boot sang:

 

„Scheißdrauf AIDA is nur 1x im Jahr, Olé Olé und....Schalala, laut und in Dauerschleife und sogar unsere Dame, die zuvor noch Angst hatte, war mit vollem Elan dabei. Die Stimmung kochte und so ging die Schnellboot fahrt viel zu schnell vorbei. Im Hafen sind wir direkt aufs Tenderboot, voller Elan erzählten wir bekannten Gästen dort von unserer „Reisegruppe auf eigene Faust“ und stimmten unser Lied an. Einige dachten bestimmt wir sind total bekloppt, aber die meisten haben mitgesungen von daher waren wir DAS Partytenderboot überhaupt. Am Abend stand dann die Schlagerparty als Poolparty an. Wir waren alle noch total berauscht von diesem tollen Tag und feierten ATEMLOS :-) plötzlich stimmte DJ Tom unser Lied an und erzählte die Geschichte von dem Partytenderboot, er bat alle auf die Bühne zum Mitsingen. Es war ein Hammerabend, über Bobfahrerlied, Aloalé usw. war alles dabei. Später wurde ich sogar angesprochen, ob wir noch mal einen Ausflug planen mit unserer „Reisegruppe auf eigene Faust“. Nächster Stopp St Kitts- Basseterre. Nein es gab keine Reisegruppe auf eigene Faust, denn das war einmalig und nicht mehr zu toppen. Dennoch haben wir ein Paar von gestern draußen getroffen, mit denen wir uns ein Taxi zum Strand teilten. Vorort haben meine Mum und ich uns ein Himmelbett am Beach gemietet und haben uns super leckere Drinks bringen lassen. So konnten wir uns richtig schön erholen und den Tag genießen bevor es wieder zurück zum Schiff ging und somit zum letzten Seetag. Bei mir kam langsam ein komisches Gefühl auf, ich wollte gar nicht weg hier. Die superlieben Leute hier an Bord, das wunderschöne Wetter, die Parties, die Strände, das ganze Feeling hier, es war bald vorbei...



Wer meine letzten Reiseberichte gelesen hatte, kann sich denken was jetzt kommt, denn auch diesmal kullerte mir diese Träne über die Wange. Die Träne des Abschiedes, die bedeutet dass der apfelgrüne und pinke Koffer wieder rausgekramt werden müssen, zurück ins kalte Deutschland. Im Flieger, spielte ich zum letzten Mal „Sail away“... Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen bedanken, die ich auf dieser Reise kennenlernen und wiedersehen durfte. Ein ganz besonderer Dank geht aber an meine Mum, die sich traute mit mir diese wundervolle Reise anzutreten! Wir hatten eine Hammer Zeit und ich kann nur sagen: Scheißdrauf AIDA ist nur 2 mal im Jahr :-)