zwei Tage im Paradies??...


Der Wecker klingelt früh am Morgen, fertig machen für das nächste Abenteuer im Paradies?Koffer noch schnell bei der Segel-Agentur lassen und auf den Weg zum Treffpunkt machen. Es war heute morgen schon mega heiß und wir sind bestimmt 20 Minuten zum Treffpunkt gelaufen. Nach einiger Zeit kam ein kleiner alter Mann auf uns zu und stellte sich mit Marc from Iceberg vor. Jepp das ist unser Mann. Mit uns waren drei Franzosen, ein kanadisches Pärchen, ein Belgier, ein deutsches Pärchen und ein Argentinier und seine deutsche Freundin, die beide in Barcelona lebten, mit an Bord. Außerdem die Crew als Kapitän Marc, Segelprofi Dan und der Neuling Smily oder besser gesagt: Ryan. Bevor wir an Bord gingen, gab es erst mal Anweisung die Schuhe abzugeben, so wie es sich auf einem Boot gehört. Danach wurde jedem kurz die Kabine gezeigt und dann sollten wir wieder an Deck kommen. Da wartete eine Sicherheitseinweisung auf uns. Leinen los und Richtung Whitehaven Beach. Wir fuhren knapp zweieinhalb Stunden und setzten sogar nach einer Stunde die Segel. Jeder durfte mit anpacken. Der Seegang wurde leider immer heftiger und obwohl ich einiges gewohnt bin von AIDA, wurde ich seekrank. Zu Mittagessen gab es Kartoffeln, Salat und Hähnchen. Unser erster Stop war ein Aussichtspunkt der ohne Worte atemberaubend war. Schaut es euch einfach selbst an, es ist ein Traum.



Von da wieder weg kamen wir dann gegen Nachmittag am Whitehaven Beach an und ich kann euch sagen es war der geilste Strand, den ich bisher in meinem ganzen Leben gesehen habe. Mega weißer Sand und türkisblaues, klares Wasser. Wir sollten eigentlich alle einen Stingeranzug tragen, der uns vor Quallen schützen sollte, das war uns allen aber ziemlich egal. Wir fuhren mit dem kleinen Boot raus und planschten alle überaus glücklich im Wasser herrum. Anschießend machte ich mit meinem Freund noch ein kleiner Spaziergang am Strand, wo sonst niemand außer uns war und dann ging es zurück wieder auf unsere ICEBERG. Marc überraschte uns, dass wir ausnahmsweise heute hier vor dem Beach ankern und übernachten könnten, da das Wetter perfekt dafür sei. Zurück auf dem Boot erst mal schnell duschen. Wenn man das so nennen kann, denn Dusche, Waschbecken und Klo war alles in Einem und die Duschbrause war einfach der Wasserhahn des Waschbeckens, den man wie zu Hause in mancher Küche einfach rausziehen konnte. Kurz frisch gemacht, ging es dann wieder hoch an Deck um den wunderbaren Sonnenuntergang genießen. Erst gab es Snacks und dann Gnocchi mit Tomatensoße. Beim Sonnenuntergang noch einen Drink und dann wurde es nach und nach dunkel. Smily holte seine Gitarre raus und ich kann euch sagen, das Ganze hat den Tag so perfekt gemacht. Alle sangen total gechillt dazu mit und auf einmal war es so stockdunkel, dass die Milchstraße zum Vorschein kam und wir den Southern Cross sehen konnten. Mir war bis dahin nicht klar, dass man von Australien andere Sterne sieht als von Deutschland aus. Dan holte einen langen Stab von der Seite des Schiffes und machte damit kleine Kreise im dunklen Meerestief und siehe da, um diesen Kreis konnte man hellleuchtende kleine Glühwürmchen sehen. Ich fand das total aufregend. Es war so wunderschön diese Stimmung, dass wir bis spät in die Nacht dort zusammen Gitarre spielten, dazu sangen und in den Himmel schauten.



Mein Freund und ich hatten mega Glück, wir bekamen die coolste Kabine von allen, zum selbst Zusammenbauen. Man musste ein Brett in die Mitte der Kabine legen, was unser Bett komplettierte. Über unserem "Bett" befand sich eine große Luke zum Sternenhimmel und so schliefen wir arm in Arm glücklich ein. Bis ein paar Regentropfen uns aufs Gesicht brasselten und wir aufwachten. Wir schlossen kurz das Fenster und schliefen weiter bis es so heiß wurde, dass wir es wieder öffneten. Das Morgenlicht kitzelte unsere Nasen und wir sprangen einfach aus der Luke raus, um den Sonnenaufgang zu sehen, danach krabbelten wir die Luke wieder runter und schliefen weiter. Bis es Frühstück gab, Muffins mit Nutella, Müsli und Kaffee. Hmmmmm


Nach dem Frühstück sprangen fast alle von uns von der Reeling ins kühle Nass, naja richtig kühl war es nicht wirklich. Gut gestärkt vom Frühstück verteilte unser Kapitän uns die Stingeranzüge und unsere Schnorchel, denn jetzt werden Corallen und Fische bestaunt. Domi und ich waren noch nicht wirklich schnorcheln somit durften wir uns eine Schwimmweste anziehen und erst mal in unmittelbarer Nähe vom Schlauchboot üben. Schnell hatten wir uns daran gewöhnt und waren absolut fasziniert von dieser gigantischen Unterwasserwelt. So was hatten wir wirklich noch nie gesehen. 


Die Zeit verging wie im Flug, da mussten wir auf Grund der zu starken Strömung unsere Schnorchelwelt verlassen. Wir waren beide richtig überwältigt von dieser Erfahrung. Am Boot angekommen, gingen die anderen an einem anderen Ort noch mal Schnorcheln, wir entschlossen uns, an Deck zu bleiben. Gott sei dank, denn sonst hätten wir das hier verpasst. Neben unserem Boot, schwommen diesen große Wasserschildkröten umher und schnappten direkt neben uns um Luft. Diese Riesen Turtles waren echt cool und ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen, allerdings war das noch nicht alles, was uns Gesellschaft leistete, denn kurz darauf sahen wir zwei Delphine putz munter um die Wette springen. Als die Schnorcheltruppe zurück kam, waren sie schon etwas neidisch, dass sie das Spektakel verpasst hatten, aber ich bin mir sicher, dass sie bestimmt auch ganz tolle Fische und Corallen gesehen hatten.


Als alle wieder an Bord waren, setzten wir die Segel und fuhren so langsam wieder Richtung Festland. Wir segelten eine ganze Weile und mir stieg die Sonne gepaart mit leichtem Seegang langsam zu. Ich lag nur noch auf dem Sonnendeck und konnte in die Luft schauen, mehr bewegt hab ich mich die ganze Zeit nicht mehr. Ab und zu bin ich mal aufgestanden, um die Beine von der Reeling zu strecken und aus der Sonne raus zu kommen, denn die war echt mörderisch. Gegen 17:00 kamen wir am Hafen von Airlie Beach an und verabschiedeten uns alle herzlich von einander. Vor allem Ryan aka Smiley hatte es uns angetan, was ein cooler Typ (in der Mitte des Bildes). Wir machten noch ein Abschiedsfoto als Erinnerung an diese paradisischen zwei Tage und gingen zwar erschöpft aber überglücklich zurück in unser Hostel, checkten für die zweite Nacht hier ein und zogen in unseren neuen Bungalow ein. Wir duschten ausgiebig und spürten wahnsinnig stark noch den Seegang. So was nennt man übrigens Landgang und das Phänomen gibt es wirklich, wenn du auf See warst und bist wieder an Land, hast du das Gefühl, es wackelt alles um dich rum. Das hat bis spät in die Nacht noch angedauert, dieses Schwanken. Frisch gestylt und mit reisen Hunger gingen wir Richtung Trubel in unsere Tapasbar und bestellten uns eine richtig leckere Käse, Wurst Anti-Pasti. Ach und Wasser haben wir getrunken wie bekloppt. Ich hatte selten so ein Durst wie an diesem Abend. Später trafen wir noch unsere zwei Freunde aus Canada, die hatten übrigens auch noch ordentlich Landgang. Später setzten wir uns noch auf eine Bank, auf der wir free WIFI hatten und erzählten zu Hause, was wir die letzten zwei Tage auf See, alles erleben durften- im PARADIES!!!


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