Sushi für fast alle am Great Barrier Reef



Früh morgens holte uns der Shuttlebus vor unserer bezaubernden Unterkunft Kookas in Cairns ab. Er brachte uns zum Hafen in dem unser Boot auf uns wartete mit dem wir heute zum Great Barrier Reef fahren wollten. Gebucht hatte ich das über Marlies, die zusammen mit Bruno das Kookas, unserer total gemütliche Unterkunft führte. Am Terminal angekommen sind wir zum Check-in des "Reef Magic" Schalters. Dort erhielten wir unsere Bordingkarte. Am Boot angekommen ging es gleich los in Richtung Great Barrier Reef, was sich über 2000 Kilometer an der Ostküste Australiens erstreckt. Anderthalb Stunden dauerte die Überfahrt zu unserer Reefstation "Marine Magic". In der Zwischenzeit erhielten wir eine Einführung zur Unterwasserwelt des Reefs und Anweisungen zum Helikopterfliegen. Dann waren wir endlich da. Die "Marine Magic" müsst ihr euch so vorstellen wie ein überdachtes großes Zelt, mitten im Meer, umgeben von Corallen, überall Bänke und Umkleidekabinen zum Umziehen und ein großer Büffetbereich. Dahinter eine Tauchstation mit dem ganzen Equipment, Anlegestellen für unser Boot, für ein Glasbodenboot und für ein noch kleineres. Oben befand sich das Sonnendeck mit Liegestühlen, dort saß auch die Bademeisterin, die man übrigens nicht ansprechen durfte.


Wir erhielten unseren Schnorchelanzug, (ein Muss auf Grund der Quallen-Hochsaison), sowie unsere Maske und den Schnorchel. Um uns herum tummelten sich überall ungeduldige Asiaten. Die machten mich ganz gaga. Anzug und Schnorchel an und ab ging's ins Wasser. Die Unterwasserwelt war noch atemberaubender als bei den Whitsundays. Die Corallen waren so wahnsinnig nah, dass man aufpassen musste, sie nicht zu berühren. Einmal hab ich echt den Bauch eingezogen, weil sie so verdammt nah aussahen, als ich drüber geschwommen bin. Auch die Fische, schommen noch näher an uns heran und in einer Vielzahl von Farben, dass man gar nicht mehr wusste wo man hinschauen sollte. Allerdings war das Schnorcheln hier noch mal was ganz anderes als das letzte Mal. Die Wellen waren stärker, es waren viele Leute um uns rum, dass man immer wieder aufpassen musste, wo man hinschwamm. Ziemlich erschöpft stärkten wir uns erst einmal nach unserem ersten Schnorchelgang. Ich hatte schon vorher gesehen, dass es Sushi und ganz viele Meeresfrüchte geben sollte und darauf freute ich mich jetzt. Um uns rum umgaben sich wieder total aufgebrachte Asiaten. Ich glaube es waren Koreaner und Chinesen, sie spuckten vor sich auf den Boden und man musste echt aufpassen, dass man nix abbekam. Sie schmatzen vor sich hin und machten ganz komische Geräusche, irgendwie eine sehr andere Kultur. Als wir dem Essen immer näher kamen, sah ich allerdings auch, wie das Sushi zu Neige ging und ich hoffte so, dass es noch mal nachgefüllt wird. Wurde es schließlich auch, aber die zehn Asiaten, die noch vor uns in der Schlange warteten, hauten sich ihre Teller so voll, dass Domi und ich noch genau jeder zwei Sushi Rollen abbekamen. Auch beim zweiten mal Anstehen am Buffet hatten wir nicht mehr Glück, das gleiche Spielchen.Nach dem Mittagessen begann die große Fütterung des Fisches Wallie. Ein total großer blauer Fisch, der dort beheimatet ist. Ich musste aufpassen, dass mich meine Sushifreunde nicht wegschubsten, denn Rücksicht, war nicht gerade deren Stärke und auch obwohl es hieß, bitte nicht Wallie berühren, haben die sich nicht daran gehalten. Wir werden wohl keine Freunde mehr.

Als die Fütterung vorbei war, starteten wir unsere zweite Schnorchelrunde. Wir blieben noch länger im Wasser als das erste Mal und konnten wirklich tolle Bilder machen. Anschließend stiegen wir noch in das Glasbodenboot ein, um die Unterwasserwelt außerhalb der Netze zu bestaunen. Es war gigantisch. Aber das Highlight des Tages kommt ja noch!



Raus aus den nassen Sachen denn jetzt war es endlich so weit, der Heli stand für uns bereit. Wir wurden mit einem Zubringerboot zum Heilstartplatz gebracht. Ich hatte riesen Glück beim Captain vorne zu sitzen und hatte freien Blick auf das grandiose Great Barrier Reef von oben. Es sah total unwirklich aus und ging viel zu schnell zu Ende. War aber echt cool und man macht so was nicht jeden Tag. Anschließend ging es direkt wieder zurück auf unser Boot, was uns zurück ans Festland bringen sollte. Leider haben wir von den Snacks, die angeboten worden nichts mehr abbekommen, da meine neuen Freunde alles ratzeputz leergefuttert haben. Als wir alle Platz nehmen sollten, um zu schauen ob alle Mann an Bord sind, könnt ihr euch vorstellen, wer stattdessen sich um die besten Fotos des Fotografen gekloppt hat. Nach knapp anderthalb Stunden waren wir total müde und erschöpft wieder auf dem Festland.Fazit des Tages: Das Schnorcheln war echt super, allerdings als Anfänger echt schwierig, weil du ganz auf dich allein gestellt bist. Heliflug war super aber zu teuer und das Essen wäre sehr lecker gewesen, wenn wir etwas mehr abbekommen hätten. Dennoch hatten wir einen schönen Tag mit vielen sehr schönen und ein paar nervigen Eindrücken. Generell finde ich diesen Tag aber echt mit knapp 700$ pro Person zu teuer.Jetzt gehts ins Bett und später holen wir uns noch Sushi - nur für uns!


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