Dominica - Abenteuerlich zu den Wasserfällen



Nachdem wir gestern einen wahnsinnig schönen Tag auf St. Lucia bei den Piraten verbringen durften, setzten wir heute unsere Segel Richtung Natur und Wasserfälle. Hört sich erst mal sehr idyllisch an, dass daraus so ein Abenteuer wird, damit hätte niemand gerechnet hier auf Dominica...


Jetleg sei Dank waren wir wieder früh auf den Beinen, denn unser Ausflug auf Dominica startete wie so oft in der AIDA Bar auf Deck 10. Wir wollten uns heute mal die Wasserfälle von Dominica ansehen. Hier wütete im August 2015 noch ein heftiger Orkan namens Erika über die Insel und zerstörte sehr viel Hab und Gut der Karibikbewohner. Auf dem Weg in die Natur haben wir davon noch sehr viel erkennen können. Überall waren die Straßen mit tiefen Schlaglöschern versehen und einige Häuser waren noch nicht wieder ganz hergestellt. Somit war der Weg ins Landesinnere schon sehr interessant, wenn es direkt neben dir hunderte Meter einfach nur steil begrab geht, aber der Minibusfahrer volles Rohr über die Straßen mit eventuellem Gegenverkehr heizt.



An unserem Startpunkt angekommen, war ich schon völlig fasziniert, wie grün diese wunderschöne Insel ist. Alles blüht in den sattesten Farben. Aber wo viel grün, auch viel Feuchtigkeit. Die Luftfeuchtigkeit war der Knaller, wenn ihr hier unterwegs seid, zieht euch was sehr luftiges an, sonst geht ihr kaputt. Für uns geht es jetzt durch den Regenwald. Der Fußmarsch zieht sich wahnsinnig und ihr solltet gut zu Fuß sein. Den Weg den ihr hier auf dem Foto seht ist noch der schöne, aber gleich geht es richtig los, Stein auf Stein, Abhänge von mehreren Metern, hier wird volle Konzentration erwartet beim Abstieg. Unsere Schuhe sehen aus, völlig dreckig voller Schlamm, aber die Anstrengung über die klitschigen Steine wurde belohnt. Der erste wunderschöne Wasserfall wartete auf uns.



Mum und Dad schnauften ohne Ende, mit so einer Anstrengung hatte hier keiner gerechnet, man musste wirklich aufpassen bei jedem Schritt wo man hintritt, weil die Steine auf dem Weg richtig klitschig und kantig waren. Zum zweiten Wasserfall, sollte es dann eine steile Steinwand hochgehen, wo man sich anhand eines Seils hochhangeln sollte. Mum und Dad waren raus, als sie sahen wo wir hoch sollten. Also machten wir uns in der kleinen Gruppe auf den Weg in unser Abenteuer. Nachdem wir diese steile Wand hochgekrochen sind und ich kann euch sagen, die war nicht gerade einfach zu erklimmen, waren wir uns alle sicher, es gibt einen einfacheren Weg zurück und das schlimmste Stück ist geschafft. Nein war es nicht, es ging seitlich am Abhang entlang, ein falscher Schritt und du hättest ein riesen Problem gehabt, es war echt super gefährlich aber es hat auch wirklich super viel Spaß gemacht. Jeder hat jedem geholfen, dir wurden Hände gereicht du hast deinem Hintermann die Hand gereicht, absolutes Teamworkfeeling und das war echt das Großartige dabei. Jeder hat auf jeden geachtet und vorgewarnt wenn ein Stein gewackelt hat und wir waren an unserem Ziel alle zusammen so was von glücklich und stolz, dass wir das alles ohne Verletzungen so cool überwunden haben. 


Voller Glücksgefühle und total erschöpft genossen wir den herrlichen Anblick auf diesen schönen Wasserfall. Jetzt waren wir gespannt, welchen einfacheren Weg wir zurück gehen. Ich fragte unseren Guide, wo es zurück ginge und bekomme erstaunlicher Weise die Antwort: The same way back. Whaaat? Wir schauten uns alle erschrocken an und hatten keine Ahnung wie das gehen sollte. Vor allem das letzte Stück, wie sollten wir da runterkommen, wo jeder Stein total gewackelt hat und du nur weggerutscht bist. Wow, ok was hatten wir für eine Wahl? Keine. Auf gehts, den ganzen Weg zurück zum Rest der Gruppe. 

Ich frage mich heute noch, wie wir alle es geschafft haben, unversehrt diesen Abhang runterzukommen. Aber als alle unverletzt und total erschöpft unten ankamen, waren wir noch mal einen Batzen glücklicher als vorher. Wie man sieht, auch wenn du etwas für unmöglich hälst, scheint es doch Mittel und Wege zu geben, über sich hinauszuwachsen. Ich hätte es nie für möglich gehalten, da rauf, geschweige denn, wieder runter zu kommen. Leider habe ich für euch kein Foto davon, was die Situation annähernd zeigt, wie krass das war, weil es viel zu gefährlich war, da den Foto auszupacken. Wir waren alle stolz wie Oscar und grinsten über das ganze Gesicht, als es jetzt zum wohl schönsten Wasserfall mit dem ganz ungefährlichen Bus ging. Voller Adrenalin, genießen wir einfach nur diesen schönen Ausblick und freuen uns auf die französische Insel Guadeloupe morgen auf AIDAdiva.




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