Koh Phi Phi - der ultimative Guide zu "The Beach"



Mit dem richtigen Guide nach Koh Phi Phi zu THE BEACH!

Wie ihr den Massentourismus entgehen könnt, tolle Fotostops entdeckt und Babyhaie und Nemos findet. Wie ich fast ertrunken bin, einen ganzen Tunfisch esse und wir die coolste Bar auf Koh Phi Phi entdecken.


Um sechs Uhr klingelt der Wecker, denn nach dem Frühstück geht es mit dem Taxi zum Pier nach Krabi. Unsere Fährtickets hatten wir im Voraus online gekauft für 500 Bath pro Person. Die Fähre braucht zwei Stunden bis wir in Koh Phi Phi am Hafen ankommen. Dem Hotel hatte ich vorab schon geschrieben, dass wir gerne einen Transfer möchten. Für 200 Bath pro Person sind wir von dem netten Mann mit dem goldenen Sonnenschirm und dem Speedboot am Hafen abgeholt worden. Nach zwanzig Minuten kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Türkisblaues Wasser, glasklar. Der Zugang zum Hotel erfolgt direkt vom Boot. Wenn die Wellen zurück gehen musst man schnell raushopsen und wird direkt mit offenen Armen begrüßt. Wir nehmen in der open Air Lounge Platz und bekommen einen mega leckeren Begrüßungscocktail, sowie kleine Plätzchen und Erfrischungstücher gereicht.  Unsere Erwartungen an das Hotel Koh Phi Phi Island Village Resort waren riesig, da es als Luxushotel ausgezeichnet wurde und die Bilder online traumhaft aussahen. Für drei Tage bezahlen wir hier 670€. Nachdem wir bequem eingecheckt haben, fährt uns Scott mit dem Cadillac durch das Dorf zu unserem Bungalow 312. Glücklicherweise bekommen wir einen der schöneren neuen Bungalows und sind begeistert als wir die Tür öffnen. Scott erklärt uns alles war wir wissen müssen und als er die Tür raus ist, machen wir diese ganz schnell wieder zu, denn wir sehen jetzt schon überall Stechmücken. Unser Bungalow ist geräumig mit Schlafzimmer, eigener Terrasse, Bad und begehbarem Kleiderschrank. Allerdings entdecke ich schnell diese kleinen nervigen Biester und sehe jetzt schon, dass so schön unser neues zu Hause auch ist, hier haben die Mücken einen großartigen Spielplatz um sich zu verstecken. Wir ziehen uns um und machen uns auf den Weg den Urlaubsresort zu erkunden. Die kuschelweichen türkisblauen Handtücher packen wir unter den Arm, um uns damit an den Pool zu legen. Hier finden wir direkt ein schönes Plätzchen und ruhen uns erst einmal aus. Die Liegen sind super bequem, der Blick auf den Pool mit der Poolbar richtig schön, direkt dahinter das Meer, viele Hängematten, Sitzsessel und kleine Boote. Doch leider hält dieser Moment nicht lange, denn kurz darauf höre ich nur noch sssssssssssss....... im linken Ohr dann im rechten. Überall sind diese kleinen fiesen Stechmücken. Ziemlich unentspannt verbringe ich den Nachmittag auf meiner Liege, Mario macht das gar nix aus, denn die Thailändischen Mücken scheinen mich mehr zu mögen, als ihn.

Abends beschließen wir in das wunderschön gelegene Restaurant im Resort zu besuchen, das mitten im Urwald liegt und genießen dort unseres Thailändisches Abendessen für relativ gesattene Preise und meinen kleinen surrenden Freunden. Nach dem Essen gehen wir noch hinter dem Hotel entlang und erreichen in wenigen Minuten ein kleines Dorf. Wir schlendern dadurch und entdecken total süße Bars und Restaurants überall. An einem Café spricht uns ein netter Kerl an, ob wir nicht Lust haben eine Tour bei ihm zu buchen. Der ist uns sofort sympathisch und auch gar nicht aufdringlich, wie alle anderen. Wir unterhalten uns mit ihm und entscheiden aus dem Bauch heraus morgen mit ihm zu "The Beach" aus dem Film mit Leonardo DiCaprio zu fahren. Eigentlich wollten wir das nicht machen, da viele meiner Freunde mir davon abgeraten hatten. Es sei eine mega Tourifalle und Massenabfertigung. Aber wir wollten uns selbst davon überzeugen. 



Am nächsten Morgen stehen wir früh auf und frühstücken am Strand, um danach ins Dorf zu unserem Tourguide Mr. Leh zu gehen. Um acht Uhr wartet er schon lächelnd und gut gelaunt auf uns. Kurz darauf kommt noch ein anderes Pärchen dazu, die wir erst mal in Englisch ansprechen aber dann schnell merken es sind Deutsche. Auf dem Weg zur Bucht, wo unser Longtailboot auf uns wartet verrät mir Tanja, dass sie mit ihrem Mann Wiorel gerade auf Weltreise ist. Sie waren davor schon mal 6 Monate in Spanien und Portugal unterwegs und sind jetzt in Thailand, danach in Neuseeland und dann Australien on tour. Das ist für mich natürlich wahnsinnig spannend und in meinem Kopf plane ich schon unsere Weltreise, die wir irgendwann machen werden. Finde es so mega inspirierend von Leuten in unserem Alter davon zu hören, wie sie ihren Job auf Eis legen und einfach drauf los reisen. Am Longtailboot angekommen legen wir los und fahren raus zu unserem kleinen aber süßen Huckleberry Finn Boot, wo eigentlich zwölf Personen drauf Platz finden. Heute sind wir nur zu fünft, Mr. Leh unser Guide, Tanja und Wiorel, Mario und ich. Wir schippern los und Mr. Leh erklärt uns warum die See noch relativ ruhig ist und wir die perfekte Jahreszeit ausgesucht haben. Normalerweise ist der Seegang viel heftiger und rauer und das Wetter spielt heute auch noch mit. Die Zeit bis wir an der Maya Bay ankommen verfliegt quasi und wir vier bestaunen die absolut beeindruckende Natur hier. Wir springen erst einmal vom Boot direkt ins türkisgrüne Wasser, um uns abzukühlen. 





Dann macht Mr. Leh für uns Mädels das Wassertaxi fertig. Tanja und ich dürfen nämlich mit unserem pinken kleinen Kajak zur Insel gefahren werden, währendessen die Jungs sich die Schnorchelmaske aufsetzen und rüber schwimmen. Wir sind natürlich viel schneller an der wunderschönen Maya Bay oder auch The Beach genannt und warten auf die Jungs. Noch ist hier nicht ganz so viel los, aber Mr. Leh erklärt uns schnell, was hier in einer bis zwei Stunden abgeht. Er zeigt uns die schönsten Fotoecken der Insel und nimmt sich viel Zeit für uns, um uns ins richtige Licht zu setzen. Als wir über ein Holzgeländer gehen, um zum nächsten Fotostopp zu gelangen, hat es Mario fast hingelegt, weil es mega rutschig ist. Zum Glück hat er sich nicht so doll wehgetan. Zum Abschluss planschen wir noch ein bisschen im glasklaren Wasser und schauen zu wie es hier minütlich voller wird. Dann geht es mit dem pinken Kajak wieder zurück zum Boot. Tanja und ich machen es uns auf den Sonnenliegen bequem und warten auf unsere Jungs. 



So cool hab ich mir die Maya Bay nicht vorgestellt wir sind alle geflasht, mit dem richtigen Guide ist es hier alles andere als überlaufen und stressig. Jetzt gehen wir erst mal schnorcheln. Alle mit Schnorchelmaske und Flossen ausgestattet zeigt uns Mr. Leh die Anemone  und wir finden Nemo und seine Freunde. Die Unterwasserwelt ist wirklich sehr beeindruckend. Leider kommen immer mehr Longtailboote hier her und die Wellen drücken mich immer mehr Richtung Felsen. Ich versuche schnell davon wegzuschwimmen und bekomme einen Krampf in der linken Wade. Ach du scheiße, jetzt wird es eng. Ich bekomme Angst. Mario ist gerade aufgetaucht und sieht mir sofort an, was los ist. Er schwimmt zu mir und packt mich, hält mich über der Wasseroberfläche und schwimmt mir mir zu Mr. Leh, der sofort reagiert und uns zusammen ans Boot bringt. Ich bin erst mal fix und fertig und realisiere was hier gerade passiert ist. Ich möchte erst mal kurz für mich sein und sage zu den anderen dass sie gerne weiterschnorcheln können. Ich schaue ihnen zu, wie sie immer wieder auf und ab tauchen. Nach einiger Zeit habe ich mich wieder gefangen und Mario kommt mit Mr. Leh zurück und erzählt mir stolz, dass er einen Babyhai gesehen hat. Als alle an Bord zurück waren gibt es erst einmal unser Mittagessen, Reis mit Hähnchen und vegetarische Gemüsepfanne, als Nachtisch noch leckere Obststücke aus Ananas und Melone. Richtig lecker. Wir fahren noch an der Viking Cave vorbei, einer Felsöffnung, in der tatsächlich Menschen leben. Dann kommen wir zum zweiten Schnorchelstopp, diesmal ziehe ich eine Schwimmweste an, einfach damit ich mich sicherer fühle und keine Panik bekomme. Diesmal klappt alles prima.  




Unser letzter Stop heißt Monkey Island, hier erwarten uns wilde Affen in der freien Natur. Zuerst können wir vom Boot aus gar keine sehen, aber dann auf der Insel, immer da wo die Leute hingehen da sieht man dann diese kleinen lustigen Gesellen. Man muss allerdings ein bisschen Sicherheitsabstand halten, denn die können richtig gefährlich sein, wenn man ihnen zu Nahe kommt. Ich muss aber auch ehrlich sagen, ich kann die Affen verstehen. Ihr müsst euch vorstellen, die wohnen da und jeden Tag kommen unzählige Touris und übertreiben es maßlos. Die gehen so nah ran an sie, da würde ich als Mensch auch mein Revier verteidigen wollen. Der eine Typ hatte sich neben einen Affen gesetzt und hatte den Rucksack offen, der Affe hat natürlich reingepackt und was rausgeholt. Als wir erkannten was es war, lachten alle total laut, er hatte ein Kondom erwischt und öffnete es blitzschnell, wahnsinnig schlau diese kleinen Baumhüpfer. Als der Typ dem Äffchen das Kondom wieder abnehmen wollte, wurde dieser richtig böse und verscheuchte die komplette Menschengruppe, die um ihn rum standen. 



Nach den süßen Äffchen ging es mit dem Schipperbötchen zurück zum Hotel. Wir erholen uns am Pool, Mario gönnt sich eine Thai Massage und wir beide einen Cocktail an der Poolbar. Wir verabreden uns mit Mr. Leh, Tanja und ihrem Mann später um die Fotos und Videos auszusuchen, die unser Guide von uns gemacht hatte . Wir sitzen gemütlich in seinem Café und schmunzeln über die coolen Bilder von unserem Ausflug. Danach gehen wir bei Mr. Lehs Bruder im Restaurant essen. Es gibt einen ganzen frischen Tunfisch für 500 Bath. Wir unterhalten uns über Gott und die Welt und haben einen richtig coolen Abend mit neuen Freunden. 



An unserem letzten Tag in Kho Phi Phi heißt es einfach nur relaxen am Pool, die Stechmücken aus unserem Bungalow sind getötet und am Pool lassen sie uns mittlerweile in Frieden. Wir lassen uns Pizza an die Liege bringen, füttern die Vögel, schauen den anderen Urlaubern zu und genießen einfach nur das Leben. Abends machen wir uns wieder auf den Weg in das Dorf neben dem Hotel und gehen in die Beach Bar. Eine Bar voller Neonfarben. Hier ist jedes kleinste Stück Holz verziert mit irgendwelchen Grüßen von Gästen. Wir trinken gemütlich unsere Drinks und spielen mit den Jungs, denen die Bar gehört VIER gewinnt. Die ziehen uns mächtig ab, aber wir haben unseren Spaß. Auf einmal entdecken wir einen Typ, den wir schon in FFM am Flughafen kennengelernt hatten und der uns damals was von einer Bar erzählt hatte, die er unbedingt besuchen wollte. Nach einigen Drinks sind wir super drauf und gehen jetzt in das Pad Thai Restaurant, was wir uns gestern ausgesucht hatten. Das Essen ist wahnsinnig lecker, gebratener Reis aus der frischen Ananas mit Garnelen. Dann laufen und Tanja und Wiorel über den Weg und wir gehen mit den beiden wieder in die farbenfrohe Beach Bar. Dort möchten wir uns verewigen und fragen die Jungs von der Bar, ob wir die Neonfarbe gekommen können. Mario und ich suchen uns einen freien Fleck und schreiben Tine <3 Mario auf einen Holzbalken. Ein wundervoller Aufenthalt auf Koh Phi Phi geht zu Ende und ich kann euch nur empfehlen, wenn ihr Koh Phi Phi erleben möchtet, dann macht nicht so eine Speedboottour für einen Tagesausflug sondern bleibt drei Tage hier, kommt dann in den Norden der Insel in das Dorf des Koh Phi Phi Island Village Resorts und findet Mr. Leh in seinem Café. Mit ihm als ultimativen Gude könnt ihr THE BEACH richtig cool erleben. Viel Spaß dabei! Tanja und Wiorel wir wünschen euch tolle spannende Abenteuer in Neuseeland und Australien! Wenn ihr nichts mehr verpassen wollt, tragt euch einfach in meinen Newsletter ein und ihr erfahrt als erstes welche unvergessene Momente wir erleben!



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