Road to Hana - Was du auf dem Weg nach Hana nicht verpassen darfst



Lohnt sich der Weg nach Hana überhaupt? Das haben wir uns als erstes gefragt, als es um die Reiseplanung von Hawaii oder in diesem Fall Maui ging. Einen ganzen Tag eine Strecke fahren, die ewig dauert und dafür extra so früh aufstehen. Einige sagen, ja ist ganz schön, manche sagen, kannste dir sparen, daher bekommt ihr heute meine ganz eigene Einschätzung, ob sich die Road to Hana wirklich lohnt und wenn ja, warum.


Die Reiseführer empfehlen so früh wie möglich sich auf den Weg zu machen, damit man nicht in den Stau kommt, da die Road to Hana ein Touristenmagnet ist. Normalerweise halte ich mich an so Ratschläge, aber wir sind im Urlaub und möchten die letzte Etappe auf Hawaii etwas ruhiger angehen lassen. Um 9:00 machen wir uns von Lahaina auf den Weg in Richtung Road to Hana. Nach allen Empfehlungen im Vorfeld wäre das viiieeeel zu spät. Ihr solltet vorher das Auto volltanken und euch etwas Bargeld einstecken. Wir haben eine Tankstelle gesehen auf der Road to Hana, aber ich würde es nicht drauf anlegen. 

Es gibt einige Apps die man runterladen kann, die einem dann die besten Spots des Weges zeigen, aber da wir keine Amerikanische SIM-Karte haben und die Apps nur online funktionieren, hatte sich das auch erledigt. Ich hatte noch gelesen, dass es CDs für euren Mietwagen gibt, die man einlegen kann. Wir sind heute etwas oldschool unterwegs mit dem Reiseführer in der Hand und meinen Notizen aus dem Internet. Am Ende lade ich noch ein Fotos mit meinen vorgesehenen Stopps hoch, allerdings haben wir die meisten Punkte gar nicht gefunden und waren dann schon dran vorbei, bis der nächste Milesmarker kam. 

Los geht's auf die Road to Hana, wo nicht Hana das Ziel ist, sondern der Weg dahin. Vorbei an 617 Kurven und über 57 einspurige Brücken.

 

1. Stopp 

Wayside Park: hier kann man von einem schönen Aussichtspunkt den Surfern beim Wellenreiten zusehen und bekommt tolle Sprünge geboten. Hier befinden sich übrigens auch Dixi-Klos. 

 

2. Stopp am MM2 des Highways 360

Twin Falls und Fruchtisland

Hier gibt es am Parkplatz direkt leckeres Bananenbrot und frische Kokosmilch in Kokusnüssen, ein Genuss. Ihr lauft vom Parkplatz vorbei am Verkaufstruck den Weg entlang. Links und rechts von euch seht ihr schon meterhohe Bambusrohre, die wenn es ein wenig windig ist, ganz schön laut klappern. Wenn ihr euch links haltet gelangt ihr zum ersten kleinen Wasserfall auf eurer Route. Hier muss man weder klettern, noch ist es in irgendeiner Weise anstrengend. Ein tolles zweites Ziel auch für Familien mit Kindern. 

 

Am MM17.3 seid ihr schon am Halfway Stopp, man denkt sich im ersten Moment, das ging aber schnell. Die Hälfte ist aber schon geschafft.

 

3. Stopp MM32.2 links abbiegen die Straße runter und dann wieder links halten!

Waianapanpa State Park hier müsst ihr Minimumm eine Stunde einplanen!

Ihr könnt hier zum einen super geil picknicken, also nehmt eure Kühltasche mit aus dem Auto, nehmt Platz an einem der unzähligen Campingtische oder genießt eure Zeit auf der Wiese. Wenn ihr hier nach rechts geht, gelangt ihr auf eine Art Pfad mit einem Ausblick der einfach grandios ist. Dunkeldürkisfarbenes Meer, schwarze Felsen und auf denen wachsen knallgrüne Planzen, diese Farbenkontraste sind echt sehenswert und total beeindruckend. Hier kann man super schöne Fotos machen. Ganz vorne am Ende angekommen befindet sich noch ein kleines Blowhole, was ganz witzig ist, aber das besser Blowhole kommt gleich noch. Wir gehen den Weg von hier wieder zurück und laufen jetzt die Treppen runter zum Black Sand Beach. Hier könnt ihr, wenn ihr möchtet baden gehen. Man kann die schwarzen Kieselsteine hören, wenn die Wellen langsam zurückgehen, müsst ihr echt mal drauf achten. Um auf die andere Seite des Strandes zu gelangen, muss man kurz abwarten zwischen den Wellen, denn dann kann man schnell rüber flitzen ohne nass zu werden. Auch hier auf der linken Seite des Black Sand Beach gibt es wieder einen Weg und wir sind gespannt, wo er uns diesmal hinführt. Bevor es nach oben geht auf die Felsen entdeckt Mario erst mal eine total krasse Spinne im Gebüsch. Sie sitzt voll nah an dem Weg, wo so ziemlich alle vorbei laufen, um nach oben auf den Felsen zu gelangen, aber keiner entdeckt sie. Wenn wir die Spinne jetzt jemandem zeigen würden, käme kaum einer mehr den Abstieg runter. Also schauen wir uns kurz an, wie nah die Leute an dieser Spinne vorbeilaufen. So jetzt wollen wir weiter und auch auf die Felsen. Es ist mega heiß heute, da kommt man schon ins Schwitzen, wenn man hier hoch will, aber es ist ok, wenn man gut zu Fuß ist. Vorne angekommen erkennen wir sofort, warum hier der Andrang so groß ist. Alle zwei Minuten kommt hier eine Welle vollkaracho gegen die Felsen gekracht und schießt wie eine Fontaine nach oben in den Himmel. Man kann sich sogar darunter stellen, darf aber nicht erwarten, dass man hier trocken bleibt. Ein riesen Spaß hier der Natur zuzuschauen. Wir gehen den Weg wieder zurück, vorbei an der Spinne (mit genug Sicherheitsabstand) entlang des Black Sand Beach, der wirklich beeindruckend ist, weil er in seinen Farben richtig leuchtet und wieder zurück zum Auto. Das war ein toller Stopp, den ihr auf gar keinen Fall verpassen dürft, hier ist es einfach unbeschreiblich schön. 



4. Stopp 

Wasserfälle an den einspurigen Brücken

Haltet eure Augen auf, es gibt so viele schöne einspurige Brücken, wo direkt Wasserfälle sind. Ihr müsst nur Glück haben, dass ihr dort einen Parkplatz findet. 

Übrigens würde ich immer wieder erst um 9:00 losfahren, wir hatten überhaupt keinen Stau auf der Road to Hana und waren mega gechillt unterwegs. 

 

MM34 befindet sich Hana, wir haben hier nicht gehalten, weil es einfach ein total verschlafenes Dorf sein soll, wo es nicht wirklich viel zu sehen gibt.

 

5. Stopp MM44/45

Wailua Falls hier gibt es Toiletten und zwei tolle kleine Wasserfälle zum Schwimmen

Hier kann man auch so 15 Minuten verbringen und schöne Fotos schießen.

 

Übrigens befinden wir uns jetzt schon wieder auf dem Rückweg Richtung nach Lahaina, denn Hana haben wir hinter uns gelassen und der Highway 360 wurde jetzt zum Highway 31.

 

6. Stopp MM42

Oheo Gutch (7 Scared Pools)

Hier kostet das Parken auf dem Parkplatz, wenn ihr links abbiegt 15$. Falls ihr euch vorher einen Jahrespass der Nationalparks der USA ausgeliehen habt, ist es umsonst. Außerdem ist das Ticket drei Tage gültig, falls ich noch zum Haleakala NP wollt, um den Sonnenaufgang zu sehen. Was ich ziemlich praktisch finde. 

Wir hatten uns von einer Freundin den Annual NP Pass ausgeliehen und haben umsonst geparkt. Wir bezwingen heute den Pipiway Stream Trail durch das Kipahulu Valley. 4 Miles (ca. 6km) geht der Wanderweg (240m Höhenmeter) und wir haben insgesamt zwei ganze Stunden gebraucht. Der Trail lohnt sich aber auf jeden Fall. Ihr kommt vorbei an wunderschönen Wasserfällen Makahiku und den Oheo Gutch mit seinen 7 Scrared Pools und durch einen Bambuswald, den wir so schnell nicht mehr vergessen werden. Obwohl die Sonne scheint, ist es teilweise total dunkel vor lauter Bambuswald. Daher solltet ihr hier nicht zu spät losgehen. Außerdem nehmt euch genug zu Trinken mit, es ist anstrengend und nimmt kein Ende. Allerdings ist der Weg sehr einfach zu laufen. Die Belohnung, die auf euch am Ende des Trails wartet, ist Wahnsinn. Die Waimoku Falls sind einfach unglaublich hoch und atemberaubend. Auf die Frage, ob wir den Weg noch mal gehen würden, sage ich ja, Mario mittlerweile auch wieder, vor Ort hat er noch gesagt für kein Geld der Welt würde er ihn noch mal laufen...Er war aber wirklich wunderschön und jeden Schweißtropfen wert. 

 

Spätestens jetzt müsst ihr euch die Frage stellen, fahren wir den gleichen Weg über Hana wieder zurück, oder fahren wir hier einfach weiter? Die Autovermietungen raten euch davon ab. Es geht sogar so weit, dass hier auf den sogenannten Dirt Roads, wie man sie hier nennt, keinen Versicherungsschutz hat. Wir haben uns entschieden die Dirt Road trotzdem zu fahren, sind aber dem Mustang zu Liebe wirklich ganz vorsichtig gefahren. Die Straße ist aber nicht ohne, es gibt richtig krasse Kurven und richtige Schotterpisten. Daher fahrt wirklich vorsichtig! Man kann die Straße aber fahren, wenn man aufpasst. Als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen haben, bin ich etwas entspannter. Ich empfehle euch gegen 16:00 spätestens zurück zu fahren. Bei uns kommt jetzt noch mal richtig schön die Sonne zwischen den Wolken durch. Wir erleben hier einen richtig geilen Sonnenuntergang und sehen Maui noch mal von einer ganz anderen Seite. Das ist wirklich sehenswert und abwechslungsreich. Um 21:00 sind wir zu Hause, der Rückweg hat sich noch mal richtig gezogen. Wir sind mega erschöpft aber auch super happy mit unserem tollen Trip nach Hana. 

 

Insgesamt waren wir heute zehn Stunden unterwegs, wovon 6 einhalb Stunden reine Fahrtzeit waren. Wir hatten einen grandiosen Tag und würden die Road to Hana auf jeden Fall noch mal machen. Dass wir uns für ein Cabrio entschieden hatten, hat uns an diesem Tag noch mehr Spaß bereitet, vor allem weil wir auch so super Wetter hatten. Die Road to Hana ist ein Erlebnis, was man auf Maui unbedingt mitnehmen sollte. Aber man muss sich auch etwas drauf vorbereiten, denn die sagenhaften Stopps sind so gut wie gar nicht ausgeschildert und wenn man nicht weiß wo man hin will, fährt man einfach dran vorbei. 

 

Nachdem wir geduscht haben, sind wir in Lahaina in die Stadt gelaufen und wollten eine Pizza in der Pizzacompany essen. Die haben aber schon geschlossen, sodass wir nur noch im Cheeseburger's, unserer Lieblingsburgerbar in Lahaina, einen Burger gegessen haben. Mario hat wieder seinen "It's all good Burger" gegessen und ich meinen heißbeliebten Cesear Salat. Danach sind wir nur noch rumgeschlendert und wieder zurück in unsere kleine süße Unterkunft, dem Old Lahaina House gegangen. Unten am Pool haben wir es uns an unserem letzten Tag als nichtverheiratetes Pärchen gemütlich gemacht und noch mal mit seiner Mama und meinen Eltern zu Hause geskypt. Dann ging es ins Bettchen, denn morgen müssen wir fit sein, denn morgen ist der große Tag! Es wird geheiratet...



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