17 Tipps, die deinen Urlaub auf Maui, Hawaii unbeschreiblich machen



Im Cockpit eines Flugzeuges, mein Koffer am Gepäckband, ein Traumauto, planschen im Pool nachts, die Tourifalle schlechthin, eine Begegnung mit der Schildkröte, ein Strand, den keiner aussprechen kann, die beste Shoppingmall Hawaiis, wie uns das Heck ausbricht, das schlechteste Sushi Mauis, eine tierische Erfahrung und vieles mehr erwarten uns auf der Trauminsel Maui.


Um 9 Uhr hebt unser kleiner Flieger der Hawaiian Airline von Kauai in Richtung Maui ab. Mario und ich haben diesmal einer dreier Reihe ganz für uns alleine, was allerdings bei der geringen Flugzeit nicht wirklich wichtig ist. Nicht mal eine Stunde sind wir in der Luft und schon landen wir auf unserer Lieblingsinsel Maui auf Hawaii. Als alle Passagiere draußen sind, fragt Mario den Kapitän, ob er von ihm ein Foto im Cockpit machen darf. Der Kapitän ist aber richtig cool und bittet Mario einen Platz im Cockpit an. Als er sieht dass ich das Foto mache, nimmt er mein Handy und lässt mich auch in dem kleinen Cockpit Platz nehmen. Wow, wir haben vorher noch nie in einem Cockpit gesessen und werden das auch so schnell nicht vergessen. Vielen Dank an diesen coolen Kapitän.

 

Am Gepäckband geht es ratz fatz und es passiert etwas, was noch nie da war. Mein pinker Koffer ist der erste auf dem Band, der ausgespuckt wird. Also heute muss unser Glückstag sein. Erst dürfen wir ins Cockpit und dann ist mein Koffer der erste, der kommt. Mal sehen was der Tag noch so mit sich bring.

 

Tipp 1: ins Cockpit des Kapitäns dürfen und ein Foto machen lassen

 

Draußen wartet ein Shuttlebus auf uns, der uns zur Autovermietung Budget bringt. Hier dauert es nicht so lange wie auf Kauai und ein ziemlich cooler lustiger Mitarbeiter macht aus dem ganzen Mietwagending so was wie eine Lotterie. Er ruft ständig in die Menge, "and another Champion today". Verrückter aber cooler Typ. Auch mit uns hat er seinen Spaß. Wir haben ein Cabrio reserviert, aber unser Wunschauto ist natürlich ein Mustang, am Liebsten ein roter, das wäre ein Traum. Mario klärt alle Formalitäten und als ich frage, welches Auto wir bekommen, könnte ich den Typ hinter dem Tresen umarmen. Es ist ein roter Mustang Cabrio. Ein Traum wird wahr!!! Das hatte ich mir schon damals in Californien gewünscht und auch in Florida und heute hier auf Hawaii klappt es endlich und das zu einem Schnäppchenpreis von 350€ für sechs Tage.

 

Draußen suchen wir nach dem roten "ich-liebe-ihn-jetzt-schon-Mustang". Da steht er. Wir steigen ein und öffnen als erstes das Cabriodach. Dann untersuchen wir ihn nach Kratzern und Beulen. Es geht los auf den Highway nach Lahaina zu unserer Unterkunft dem Old Lahaina House. Mario dreht die Musik auf und es ist ein unglaubliches Gefühl von Freiheit mit diesem Geschoss über die Insel zu fahren. Wir sind oberglücklich. 

 

Tipp 2: ein Cabrio buchen und einen Ford Mustang bekommen

 

An unserer Unterkunft dem Old Lahaina House angekommen, stellen wir erst mal unsere Koffer ab und warten auf die Eigentümer. Wir haben uns ganz besonders auf dieses Guesthouse gefreut, denn es ist total schnuckelig eingerichtet und sehr persönlich. Dazu haben wir uns bewusst entschieden, denn ein großes Hotel hatten wir schon, jetzt sollte es was Hawaiianisches gemütliches sein und die Fotos im Internet haben nicht zu viel versprochen. Es erinnerte mich außerdem total an eine meiner Lieblingsunterkünfte auf Key West dem Angelina's Guesthouse, was ein absoluter Geheimtipp ist. 

 

Da unser Zimmer, die Riviera Suite, noch nicht bezugsfertig ist, fragen wir nach etwas zu trinken und bekommen zwei Wasserflaschen. Dann führt uns eine gute Freundin des Hauses, Maria mit dem Haushund Muffin zum Strand. Ungefähr 100 Meter ist der Strand entfernt und der Labrador scheint ein richtiger Strandliebhaber zu sein. Maria erzählt uns jede Menge interessante Geschichten über Maui, Lahaina und dem Old Lahaina House bis wir wieder zurück am Pool sitzen und auf unser Zimmer warten. Es ist heute sehr viel heißer als auf Kauai, sodass ich mich erst mal umziehen muss. Nach ungefähr einer Stunde ist das Zimmer endlich fertig. Mittlerweile ist es 14:30, wir packen schnell die Koffer aus und laufen dann am Strand entlang in das wunderschöne Städtchen Lahaina.

 

Hier waren wir schon kurz während der Kreuzfahrt, daher kannten wir uns schon ein bisschen aus. Wir kaufen uns ein paar Sachen zum Frühstücken und zu trinken und setzen uns dann mit einem Bier und Smirnoff an den Strand. Hier lernen wir die deutsche Studentin Olla kennen, die mit ihrem Surflehrer, einer Belgierin und einem Schweizer auch am Strand chillt. Als die Sonne hinter der Nachbarinsel verschwindet schlendern wir wieder ins Old Lahaina House zurück und machen uns frisch für das Abendessen in Lahaina. Im Restaurant Kimo bekommen wir nur noch einen Platz an der Bar, was aber total in Ordnung ist, denn hier kommt man am besten mit den Kellern hinterm Tresen ins Gespräch und den netten Pärchen was direkt neben uns sitzt. Wir essen einen leckeren Burger und trinken Mai Thai und Bier. Das ältere Pärchen ist hier, weil die Frau einen Marathon mitläuft. Respekt denken wir uns und haben ein wirklich nettes Gespräch mit den beiden. Als wir uns wieder auf den Heimweg machen und im Garten ankommen, treffen wir auf die Hausbesitzerin Sherry, die uns erlaubt noch eine runde im Pool zu planschen. Ich laufe schnell hoch, zieh mich um und schon springen wir nachts in das erfrischende nass. Boah ist das herrlich.

 

Tipp 3: nachts in den Pool springen

 

Am nächsten Tag schlafen wir aus und machen uns dann auf dem Weg zur Road to Hana. Hana ist nix besonderes aber der Weg dorthin ist einfach atemberaubend. Ihr müsst dafür einen ganzen Tag einplanen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Den kompletten Blogspot dazu findet ihr Hier:

 

Tipp 4: Road to Hana-atemberaubend

 

Nach der Road to Hana steht für uns was absolut Einzigartiges an: Wir heiraten auf Maui. Wer noch nicht verheiratet ist, dem kann ich es nur empfehlen, es ist einfach traumhaft schön. Wer schon verheiratet ist, kein Problem, ihr könnt euch auch gerne noch mal das JA-Wort geben. Den ausführlichen Hochzeitsblogsport findet ihr hier:

 

Tipp 5: Heiraten auf Maui

 

Da wir jetzt Mann und Frau sind ändert sich einfach alles. Es fühlt sich grandios an, das hätte ich nie gedacht. Eigentlich stand heute auf dem Plan den Haleakala Krater zu besuchen zum Sonnenaufgang. So der Plan, aber wir haben unsere Hochzeit einfach so genossen, dass wir heute einfach nur ausschlafen wollen. Falls ihr das aber gerne machen möchtet, beachtet bitte dass ihr online euch dafür reservieren müsst, sonst kommt ihr nicht dort hin. Das ganze kostet einen Dollar und soll super schön sein. Vergesst eure Jacken nicht, denn hier sind es locker um die 0°C. Wir werden den Krater zum Sonnenaufgang in 10 Jahren zu unserem Jubiläum besichtigen.

 

Tipp 6: Haleakala Sonnenaufgang (selbst nicht ausprobiert, aber viel drüber gelesen)

 

Wir chillen heute ein wenig am Pool und frühstücken erst mal unsere Kellog's auf dem kleinen süßen Balkon. Dabei lesen wir die ganzen tollen Glückwünsche der Freunde zu Hause. Am Pool ist es heute unerträglich heiß, sodass wir es hier nicht lange aushalten.

 

Mario möchte gerne ins Aqua Seaquarium fahren, was ca. zwanzig Minuten von uns entfernt ist. Ich bin skeptisch, da ich diese Seaquariums schon kenne aus Sydney und die viel zu teuer sind, für das was einem dort geboten wird. Für 29$ Eintritt sind wir drin und auch schon in beinahe zwanzig Minuten wieder draußen. Wie befürchtet eine totale Touristenfalle. Bitte nicht dort hingehen.

 

Tipp 7: nicht ins Seaquarium fahren, es ist es nicht wert. 

 

Wir fahren wieder in Richtung Lahaina und machen an einem Ukulele Laden halt. Mario ist total heiß drauf Ukulele zu lernen und möchte sich unbedingt eine kaufen. Allerdings sind die Koffer eh schon so voll und die kleinen Gitarren sind hier einfach wie alles andere auch, übermäßig teuer, dass er sich hier im Internet direkt eine über Amazon bestellt.  

 

Tipp 8: Keine Ukulele vor Ort kaufen, bei uns sind die um einiges günstiger.

 

Zurück im Old Lahaina House machen wir uns frisch und spazieren dann wieder nach Lahaina zur Pizza Company. Als wir zwei große Pizzen bestellen wollen, rät uns die Bedienung jeweils eine kleine Pizza zu bestellen, weil wir sie sonst nicht schaffen würden. Ich bestelle eine Hawaii Pizza, die lustigerweise hier auf Hawaii gar nicht so heißt. Hier bestellt man sie als sweet pig. Verrückt oder?

 

Am nächsten Tag gibt es wieder Low Budget Frühstück auf dem Balkon. Cheereo Honeynuts mit warmer Milch. Naja oder auch nicht. Mario sitzt schon auf dem Balkon, ich möchte mir meine Milch noch warm machen. Da der Kühlschrank und die Mikrowelle eng beieinander stehen, habe ich kaum eine Möglichkeit die Schüssel mit der Milch abzustellen, also stelle ich sie auf die Kante des Kühlschrankes. Als ich allerdings die Milch wieder zurück in den Kühlschrank stellen will, passiert es. Die komplette Milchschüssel fällt runter und die Milch läuft überall hin. In meine neuen Adidas Sneaker, in meine anderen Schuhe und unter den Kühlschrank. Mario hört den Schlag und kommt mir sofort helfen. Wir versuchen alles aufzuwischen und dann ein neuer Versuch die Milch zu erwärmen. Endlich sitzen wir auf dem Balkon und frühstücken. 

 

Im Anschluss machen wir uns auf den Weg zum Ali Kahekili Nuiahumnu Beach Park. Kann kein Mensch aussprechen oder sich merken aber gut. Denn heute wollen wir noch mal ordentlich Sonne tanken und uns Mauis Strände ansehen. Als wir hier ankommen, sind wir total begeistert von der Location. Eine grüne Wiese mit vielen Picknickmöglichkeiten, einem Toilettenhäuschen, gepflegte Gärten von den benachbarten Hotels und ein toller Sandstrand warten auf uns. Wir machen es uns auf der Wiese gemütlich, breiten unsere Handtücher aus und genießen das Leben. Mario geht erst mal alleine Schnorcheln, ich lese in der Zeit mein Buch Borderline weiter. Als er aus dem Wasser kommt, sagt er mir, dass er einer Schildkröte begegnet ist, die die ganze Zeit neben ihm hergeschwommen ist. Es ist nicht so einfach ins Meer zu gelangen, weil es steil nach unten abfällt und die Strömung sehr stark ist, aber ich soll ihm hinterher schwimmen. Er hat total recht, die Strömung ist wirklich nicht ohne, aber ich komme ihm nach. Dann hält er an und ziegt mit dem Finger auf eine große, total gechillte Meeresschildkröte, die total unbeirrt ihre Runden schwimmt. Wow, was für ein toller Moment. Neben uns sind eine Gruppe Taucher, doch die Schildkröte scheint das gar nicht zu stören. Um Luft zu holen, taucht sie inmitten der Taucher auf, schnappt nach Luft und schwimmt wieder runter. Geil so gelassen wäre ich auch gerne einmal. Wir schwimmen ihr noch ein paar Minuten hinterher und sind dann wieder auf dem Weg zum Ufer. Das ist hier gar nicht so einfach, aber wenn man diesen einen Punkt überwunden hat, dann ist man wieder am Strand. Wir ruhen uns aus und relaxen bei heißen Temperaturen.

 

Eine große Gruppe Familien hat sich mittlerweile eingefunden und baut ein total tolles Picknick auf. Wohl ein Kindergeburtstag. Ich denke sofort, boah das würde ich auch gerne mal machen. Im Sommer Geburtstag haben und dann ein großes Picknick am Strand, wie geil wäre das denn. Überall stehen kleine Liegestühle im Kreis, für die kleinen Kinder gibt es Spielzeugstellen. Ein Mann macht den Grill an und andere bereiten das Essen unter einem Pavillon zu. 

 

Tipp 9: mit einer Schildkröte schwimmen

 

Tipp 10: einen tollen Strandtag erleben

 

Jetzt probieren wir mal das Buggieboard aus. Viel mehr Mario probiert es aus. Ich kann auch so viel verraten, dass ich herzlich gelacht habe. 

 

Jetzt geht es mit dem Auto wieder zurück. Auf dem Heimweg entdecken wir ein großes Einkaufscenter. Das Safeway ist wie ein großer Real oder Globus und die Preise sind um einiges günstiger als in den ABC Stores. Wir schlagen hier ordentlich zu und ärgern uns, das wir das nicht schon vorher gesehen haben. Unter anderem finden wir hier auch eine Knabberbox mit Käse, Crackern und Salami. Juhu was herzhaftes. 

 

Dann geht es weiter ins Maui Outlet Center. Diesmal können wir endlich zuschlagen. Calvin Klein Unterwäsche für mich, ihn, meine Nichten, meinen Schwager und meine Schwester, drei paar Adidas Superstars für teilweise nur 40$ ein absoluter Schnapper. Souvenirs für die ganze Familie natürlich ganz im Hawaii Style. 

 

 

Tipp 11: Shoppen im Maui Outlet Center (Adidas, Calvin Klein, Tommy Hilfiger...)

 

Im Old Lahaina House angekommen stellen wir den Mustang ab, schnappen uns die Campingstühle der Unterkunft, packen unsere Picknicktasche und laufen zum Strand.  Hier sitzen wir nun, unter der Sonne Mauis, als verheiratetes Paar mit wunderschönen Ringen an den Fingern. Ich, mit einem Cocktail in der Hand, Mario ein Bier. Vor uns geht die Sonne langsam unter und wir sind langsam am Ende unseres wunderschönen Hawaii Urlaubes. Essen dabei Salami, Käse und Cracker und zum Nachtisch noch unsere Kokosnuss, die wir auf der Road to Hana mitgenommen haben. Mit einer Machete der Tochter unserer Unterkunft haben wir die Kokosnuss geteilt und genießen diese jetzt zu zweit als Nachtisch. Das ist ein so schöner Moment. Morgen ist schon unser letzter Tag hier auf Maui und wir sprechen über die letzten drei traumhaften Wochen auf Hawaii. Wenn wir die Zeit anhalten könnten, würden wir das genau jetzt machen. Als wir fertig sind mit unserem Picknick kommen wieder unsere zwei Hunde angelaufen. Wir spielen mit ihnen und genießen diesen tollen Abend. 

 

Tipp 12: Sonnenuntergang am Strand mit einem Picknick und was zu trinken

 

Zurück am gemütlichen Old Lahaina House setzen wir uns an den Pool und lernen Katharina und Patrick aus Gießen kennen und haben ein sehr nettes Gespräch bis wir schlafen gehen.

 

Am nächsten Morgen schlafen wir bis 10:00. Heute ist relaxen am Pool angesagt, aber es ist sooooo heiß. Nach dem Frühstück planschen wir erst mal im Pool. Da es aber heute so heiß ist, beschließen wir noch mal in die Shopping Mall nach Wailea zu fahren, wo wir an unserem Hochzeitstag Essen waren. Hier gibt es, wie in Lahaina auch, einen Cheesburgerladen, den wir direkt mal unter die Lupe nehmen. Genauso lecker, aber der Laden in Lahaina ist schöner. Wir sind beide irgendwie heute total platt und es fängt leider an zu regnen. In der Shoppingmall haben wir nix gefunden und wir fahren nach zwei Stunden wieder nach Hause. Als wir auf der Straße einen U-Turn machen, bricht uns plötzlich das Heck des Mustangs komplett aus und wir kommen ins Schleudern, obwohl wir gar nicht schnell waren. Anscheinend sind die Straßen hier wahnsinnig rutschig, wenn es regnet. Zum Glück war keiner auf der gegenüberliegenden Spur, sonst hätte es böse ausgehen können. Als Mario den Wagen wieder unter Kontrolle hat und erneut Gas gibt, passiert es schon wieder, aber diesmal leicht. Das gibt's doch gar nicht. Ab jetzt fahren wir viel vorsichtiger und kommen sicher wieder in Lahaina an. Da heute unser letzter Abend ist, möchten wir heute Sushi essen gehen. Im Internet wird das Kobe empfohlen.

 

Als wir das Restaurant betreten hab ich ein total komisches Gefühl. Wir setzen uns an den Tresen und werden total unfreundlich bedient. Das Sushi ist nicht besonders gut, der Eistee schmeckt wie Wasser und die Preise sind total überteuert. Super schnell sind wir aus dem Laden wieder draußen und wir gehen wieder ins Kimo's. Hier gönnen wir uns noch was richtiges zu Essen, da wir beide nicht satt geworden sind. Um unseren Sushi Magen aufzuräumen gibt es erst mal einen Burbon für 9, 50$. Hier lassen wir den letzen Abend schön gemütlich ausklingen. 

 

Tipp 13: bei Regen Achtung Rutschgefahr auf Hawaii's Straßen

 

Tipp 14: Sushi Essen im Kobe ist keine gute Idee

 

Zurück im Old Lahaina House treffen wir wieder auf Katharina und Patrick und quatschen über Gott und die Welt. Wir haben einen total netten Abend mit den beiden, als ich plötzlich an der Hauswand eine Kakerlake entdecke. Ich kann sie nicht mehr aus den Augen lassen, denn ich weiß, dass unsere Fenster zum Zimmer nicht dicht sind. Ich sehe wie sie um die Ecke krabbelt und auf einmal ist sie verschwunden. Na toll, wie soll ich denn heute dort schlafen? Als wir gegen kurz vor zwei aufs Zimmer gehen, suchen wir alles ab, finden aber nix. Nichtsdestotrotz kann ich nicht gut schlafen und bin froh, dass das jetzt die letzte Nacht in diesem Zimmer ist. 

 

Am nächsten Morgen, ich habe nur 6 Stunden geschlafen, wahrscheinlich wegen der Kakerlake, entdeckt Mario ein komisches Tier auf dem Boden. Es zuckt noch, scheint aber nicht mehr so fit zu sein. Er schiebt es mit einem Blatt Papier in eine Plastiktüte und wir bringen es Sherry der Hausbesitzerin. Sherry schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und sagt, dass wir froh sein können, dass wir ihn gefunden haben und nicht er uns. Es ist ein Hundertfüßler, der wenn er dich beißt, Gift versprüht, was bis zur Lähmung hinreichen kann. Mehr will ich gar nicht wissen und sie entsorgt das Vieh.

 

Dann kommen die Hunde nach draußen. Ich habe sehr viel Respekt vor Hunden muss ich sagen, aber dieser Platz Erde hat mich verändert. Dadurch, dass Sherry zwei kleine und zwei große Hunde besitzt und die hier auch überall rumlaufen, habe ich sie richtig lieben gelernt. Ich hätte das vorher nie für möglich gehalten. Vor allem die kleinen Hunde Whiskey und Cloe haben es mir angetan. Vor den großen Hündin Muffin und Sophie habe ich immer noch Respekt. Sophie springt gerade vor unseren Augen ständig in den Pool und freut sich einen Ast. Die beiden kleinen laufen ihr hinterher, springen aber nicht ins Wasser, weil sie Angst haben und beschimpfen sie deswegen. Wir knuddeln die vier Hunde und spielen noch ein bisschen mit ihnen bis es langsam Zeit wird unsere Sachen zu holen. Sherry hatte uns noch bis 15 Uhr das Zimmer gewährt, weil unser Flug erst so spät geht, was wir total lieb fanden.

 

Jetzt ist Zeit um Abschied zu nehmen. Sherry verabschiedet uns herzlich mit den Worten:

 

"You made this place more beautiful, nice to have you here!"

 

Oh mein Gott hat sie das schön gesagt. Ich übersetze mal: Ihr habt diesen Ort noch schöner gemacht, schön, dass ihr da wart. Tolle Worte, die unsere traumhafte Hawaii Reise zu einem Ende kommen gelassen haben. 

 

Wir checken aus und wissen genau, hier werden wir wieder irgendwann zurück kommen. 

 

Tipp 15: The Old Lahaina House

 

Unsere Unterkunft war perfekt. Mit über 1100$ nicht gerade günstig für sechs Tage, dennoch günstiger als ein Hotel und einfach wahnsinnig gemütlich und persönlich. Ich hatte mich im Internet direkt in diese Unterkunft verliebt. Allerdings muss ich auch ehrlicherweise zugeben, dass sie Bilder im Netz doch mehr versprechen. Es ist nicht ganz so sauber und aufgeräumt. Wir hatten schon das beste Zimmer, doch ein Kleiderschrank konnten wir gar nicht nehmen, da dort Sachen der Besitzer verstaut waren. Die Fenster sind mit Fliegengittern ausgestattet, die aber unbedingt erneuert werden müssen. Auch kann man die Fenster nicht richtig schließen, da die Planelen nicht richtig dicht sind. Man hat einen Fliegengitter Himmel über dem Bett. Gestochen wurden wir allerdings gar nicht, da es gar keine Stechmücken gab, was ich sehr gut fand. Das Bett ist bequem, die Einrichtung sehr verspielt und süß, aber nicht mehr die neuste, man sollte nicht so genau hinsehen. Dennoch aber sehr sehr süß. Zu Essen bekommt man hier nichts, kein Frühstück ist inbegriffen, aber da wir als einziges Zimmer einen Balkon haben, konnten wir hier drauf frühstücken. Der Pool ist super schön, aber man sollte nicht empfindlich sein mit Hunden, da sie auch darin planschen. Generell sollte man keine Abneigung gegen Hunde oder Katzen haben. Ich habe eigentlich Angst vor Hunden, aber ich habe hier eine ganz neue Erfahrung mit den Tieren gemacht, für die ich sehr dankbar bin. Man kann jederzeit in den Pool springen, auch nachts. Man kann kommen und gehen wie man will, soll aber immer die Schuhe unten an der Tür ausziehen. WLAN ist super, lieb und familiär ist es hier auch. Boggieboards, Schwimmnudel, Campingstühle, Tennisschläger bekommt man hier alles umsonst. Diese Unterkunft hat einfach einen besonderen Flair, auch wenn sie nicht die nobelste ist. Daher würde ich sie auf jeden Fall weiterempfehlen.

 

Bevor wir zum Flughafen fahren, machen wir noch halt am Adventure Minigolf Platz. 

Leider schließen die in 35 Minuten, also müssen wir uns beeilen, dafür haben wir aber den Eintritt etwas günstiger bekommen, Achtung günstiger, es geht hier um Minigolf: 29$, verrückt oder? Naja gut, aber die Anlage ist super gepflegt und Minigolfplätze bauen können die Amis alle mal. Vorbei an Wasserfällen und Vulkanen, ziehe ich Mario im letzten Loch ab und bin mega happy gewonnen zu haben. Sonst gewinnt er immer bei allen anderen Sportarten. Noch schnell beim Subway Abendgegessen und dann geht's zur Autovermietung unseren wunderschönen Mustang abgeben. Das geht hier immer sehr problemlos und schnell. Zack ist er weg und der Shuttlebus bringt uns ins Terminal. Um 22:25 heben wir ab nach San Francisco.

 

In nur vier Stunden erreichen wir unser Ziel. Anscheinend haben wir Rückenwind. Da wir noch sieben Stunden Zeit haben, bis wir weiterfliegen, entscheiden wir uns mit der Bahn in die City zu fahren, denn ich möchte ihm die Golden Gate Bridge zeigen. Die Bahn braucht hier eine Stunde, dann laufen wir weiter in Richtung Fishermans Warf. Es ist sechs Uhr morgens und San Francisco ist gerade dabei aufzuwachen. Bei 15 °C fällt Mario ein wenig auf mit T-Shirt und kurzen Hosen. Wir laufen die Straßen rauf und runter, ich hatte ganz vergessen wie steil das hier alles ist. Nach einer halben Ewigkeit Laufen sind wir am Fischersmanns Warf angekommen. Leider ist am Pier noch alles geschlossen, aber die Seelöwen sind da und wir genießen die frische Luft, den Blick auf die Golden Gate Bridge und Alcatraz und schauen den Seelöwen beim spielen zu. 

 

Den ganzen Weg müssen wir jetzt wieder zurück und halb San Francisco ist auf den Beinen. Die müssen wohl alle arbeiten. Es kommt uns vor, als seien wir gerade in New York. 

 

Zurück am Flughafen warten wir noch eine Weile bis unser Weiterflug geht. Dann ist es soweit. Nur zehn Stunden brauchen wir von San Francisco nach Frankfurt. Macht insgesamt vierzehn Stunden reine Flugzeit, das finde ich schon ziemlich flott muss ich sagen. 

 

Tipp 16: der Rückflug ist schneller als der Hinflug

 

In Frankfurt gelandet, begeistert, dass alle Flüge ohne Probleme geklappt haben, warten wir auf unsere Koffer. Dann geht es nach draußen. 

 

"Da sind sie" hören wir Achim rufen und schon sind wir umgeben von unserer Familien, die uns gratulieren und liebhalten. Jeder hält Luftballons in der Hand, seitlich ist ein Sektempfang aufgebaut und mein Dad hält ein Schild in der Hand mit der Aufschrift "Welcome Mr. and Mrs Stemmler". Gott ist das süß. Wir sind total überwältigt von diesem Empfang und freuen uns unsere Familie wiederzusehen. 

Dann stoßen wir an und feiern unsere Hochzeit. Im Anschluss gibt es noch eine Überraschung, denn wir fahren nicht nach Hause sondern direkt in eines unserer Lieblingsrestaurants. Kaum geschlafen, dreckig und babbisch wie wir sind fahren wir mit unserer Familie, die jetzt zu einer großen Familie zusammengeschmolzen ist und habe einen tollen Mittag mit allen zusammen. Meine Schwester und meine Nichten kommen noch hinzu, nur mein Schwager hat es leider nicht geschafft wegen der Arbeit.

 

Wir haben uns mega über diesen tollen Empfang gefreut, auch wenn wir etwas platt und überwältigt waren. Vielen lieben Dank an unsere Eltern und der ganzen Familie für eine so tolle Überraschung. Mama und Schwiegermama jetzt dürft ihr wieder weinen. :-)

 

Tipp 17: Hawaii muss man auf jeden Fall gesehen haben, es ist unser absolutes Lieblingsreiseziel, das wir nie vergessen werden. 



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